Nun sind die zwei Wochen auf der Bettmeralp schon wieder vorbei und morgen geht es zurück nach Hause.
In der zweiten Woche war das Wetter oft nicht so toll, weshalb wir nichts unternehmen konnten und deshalb die Zeit mit Lesen und UNO-Spielen verbrachten. :)
Gestern war es aber so richtig herrlich, weshalb ich unbedingt den grossen Seilpark in der Baschweri ausprobieren wollte.
Ich war übrigens noch NIE in einem Seilpark und ich wusste nicht so genau, was mich erwartete. Ich hatte die wackeligen Holzbrücken und Seilrutschen zwar schon mal von unten bestaunt, aber wie sich das anfühlte..? Böh…
Für CHF 24.- kriegte ich dann einen Helm, eine Sicherungsgurt mit Karabinern und Handschuhe und durfte mich 3 Stunden auf den insgesamt 6 Parcours austoben. Zuerst erklärte mir ein Instructor auf dem Übungsparcours aber, wie ich mich zu sichern hatte und am besten und sichersten über die verschiedenen Strecken bewegte.
Aufgrund der guten Einführung fühlte ich mich schnell bereit, den ersten Parcours zu erobern.
Niemand hatte mich jedoch darauf vorbereitet, wie anstrengend dies ist! Bereits auf der 1. Strecke holte ich mich verkrampfte Oberschenkel, fette blaue Flecken an den Oberarm-Innenseiten und meine Beine zitterten furchtbar, da es echt nicht ohne ist, in den Wipfeln von Nadelbäumen an einem steilen Abhang rumzuturnen. Sicherung hin oder her, das ist psychisch ziemlich heftig.
Als ich meinen 1. Parcours hinter mir hatte, wollte ich mich einfach nur noch hinsetzen und meine Wunden lecken. Mag sein, dass ich eine Pussi bin, aber ich fühlte mich echt nicht fähig die anderen Parcours in Angriff zu nehmen, zumal die noch länger waren und ich nicht extrem erpicht darauf, mitten auf der Strecke heulend zusammen zu brechen und mich von einem Instructor retten lassen zu müssen. ^^ Lediglich der 6. Parcours spukte mir im Kopf rum, der unter anderem aus einer 200 m langen Tyrolienne bestand. 200 m durch die Luft sausen? Das reizte mich doch ein wenig.
Und dann war da plötzlich ein junges Geschwisterpaar, welches schon ziemlich geübt war, da es in seiner Freizeit Leistungsklettern betrieb und sich auch in Seilparks schon öfters ausgetobt hatte. Sie nahmen mich unter ihre Fittiche und zusammen kletterten wir zum Ausgangspunkt von Parcours 6, balancierten über ein Drahtseil und gelangten per Seilrutsche zu einer Plattform, von welcher aus man über eine Röhre zum Ausgangspunkt der 200 m- Seilrutsche gelangte.
Mamma mia! Da sass ich nun also oben auf diesen Metallringen, vor mir nur Baumwipfel und eine atemberaubende Aussicht auf die Bettmeralp. Den Zielpunkt dieser Fahrt konnte ich von hier aus nicht einmal ausmachen… Zurück konnte ich aber auch nicht, deshalb durfte ich nicht weiter überlegen und stürzte mich ins Nichts.
Wow, was für ein Gefühl von Freiheit! :D Für Angst war kein Platz… Diese Fahrt durfte man einfach nur geniessen…
Als ich jedoch bemerkte, dass ich zu wenig Schwung hatte und bis zur Mitte des Seils zurück fuhr, wurde es mir doch etwas mulmig… Da hing ich nun, sicher 100 Meter über dem Abhang und musste mich mit eigener Kraft 100 m zur Zielplattform ziehen. Ich dachte wirklich, sterben zu müssen. Ich hatte einfach keine Kraft mehr in den Armen. Aber es gab einfach keine andere Möglichkeit… Ich mobilisierte die letzten Kraftreserven und rettete mich auf die letzte Plattform, um mich mit zitternden Armen und Beinen abzuseilen.
Für jemanden wie mich, der nicht unbedingt zu den grössten Sportskanonen und Adrenalinjunkies zählt, war dies ein enormes Abenteuer und ich unglaublich stolz auf mich selbst. Ich kann wirklich jedem, der nicht unter Höhenangst leidet raten, dies einmal auszuprobieren. Der Ganzkörper-Muskelkater am nächsten Tag macht deutlich, was für ein tolles Training dies ist. Nächstes Jahr werde ich es bestimmt wieder versuchen.
Charlene
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Freitag, 29. August 2014
Donnerstag, 21. August 2014
Ausflug zur Belalp
Am Montag machten wir einen Ausflug zur Belalp, Blatten bei Naters. Um nach Blatten zu gelangen, durften wir zuerst eine spannende Postauto-Fahrt geniessen. Diese Fahrt führte vorbei an unglaublich süssen, dunklen Chalets und wunderbarer Natur, wobei man sich bei jeder Kurve erneut fragen musste, wie ein Chauffeur diese Strecke bewältigen konnte, zumal die Strasse oft nicht sehr breit war. Aber ohne auch nur einen Augenblick wirklich daran gezweifelt zu haben, erreichten wir das Ziel dieser Fahrt, nämlich Blatten, von wo aus uns die Seilbahn auf ca. 2064 m.ü.M. brachte. Von hier aus machten wir dann eine kleine Wanderung Richtung Aletschbord.
Unterwegs machten wir natürlich wieder viele Fotos unter anderem auch wieder Makroaufnahmen, welche ich euch im nächsten Post zeigen werde. Hier erst einmal unsere Fun-Fotos :)
Charlene
Unterwegs machten wir natürlich wieder viele Fotos unter anderem auch wieder Makroaufnahmen, welche ich euch im nächsten Post zeigen werde. Hier erst einmal unsere Fun-Fotos :)
Charlene
Donnerstag, 1. Mai 2014
Wellness Weekend in Bad Horn
Letztes Wochenende war ich zusammen mit meinem Freund für eine Nacht im 4-Sterne-Wellness-Hotel "Bad Horn" am Bodensee zu Gast. Bad Horn existiert seit 1827 und wurde als Molkekur- und Badeanstalt erbaut und wurde 1975 zum Thermalhotel über Nautik, Schiffe, See und Meer.
"Bad Horn" liegt in Horn am wunderschönen Bodensee, welcher auch "Schwäbisches Meer" genannt wird. Wir hatten ein Nautiker-Package gebucht, welches Folgendes beinhaltete:
Das Personal in "Bad Horn" ist ausserordentlich freundlich und zuvorkommend. Ich gebe zu, es war das erste Mal, dass ich in einem 4-Sterne-Hotel übernachtete, weshalb ich keine grossen Vergleichsmöglichkeiten habe, aber es war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis. Ich fühlte mich wie Alice im Wunderland, als ich das ganze Gold sah (ein goldener Aufzug!!!! OMG!!!) und fühlte mich wie eine Prinzessin, als ich mit meinem Freund im Bademantel (er weiss, ich rosa) und mit passenden Schlappen durch die Gänge mit Golddecke schlenderte (ok, hüpfte und tanzte...^^).
Unser Zimmer war geschmackvoll eingerichtet und sehr sauber. Etwas unkomfortabel waren die zwei Einzelbetten, die zusammengeschoben worden waren. Bei einem Paar hätte ich dann doch ein Doppelbett erwartet. Die Betten rutschten nämlich auseinander, weshalb wir quer schlafen mussten, was dazu führte, dass unsere Hinterteile teilweise fast in der Luft hingen... ^^
Die meiste Zeit verbrachten wir aber so oder so planschend im Indoor-Pool. Es war absolut herrlich! Ich war nämlich schon sehr lange nicht mehr schwimmen, was unter anderem damit zu tun hatte, dass ich Kontaktlinsenträgerin bin und Chlor-Wasser dazu führt, dass sich die Linsen festsaugen und hart werden, was ein unbeschreiblich grässliches Gefühl ist. Da ich ohne Linsen aber kaum was sehe, ist es auch nicht möglich beim Baden darauf zu verzichten.
Das Dinner (Abendessen ist bei diesem 4-Gänge-Menü nicht angebracht) nahmen wir in einem der beiden hotelinternen Restaurants, im "Captain's Grill", zu uns. Und es war einfach köstlich! Und auch hier zeigte sich die aussergewöhnlich zuvorkommende und aufmerksame Art des Personals. So war es zum Beispiel kein Problem, statt des Lachs-Tartars des 1. Gangs ein Rinds-Tartar zu bestellen.
"Bad Horn" war ein tolles Erlebnis und ich kann es nur weiterempfehlen. Wenn ich selbst noch einmal nach "Bad Horn" fahren würde,ginge ich aber wohl im Winter, um den Indoor-Pool in seiner grün-blauen Beleuchtung zu sehen, welche bei unserem Besuch leider nicht zur Geltung kam. Und in dieser Hinsicht bin ich halt so richtig kitschig...^^
"Bad Horn" liegt in Horn am wunderschönen Bodensee, welcher auch "Schwäbisches Meer" genannt wird. Wir hatten ein Nautiker-Package gebucht, welches Folgendes beinhaltete:
- Aperitif
- 4-gängiges Gourmetmenü zum Abendessen
- Schlummertrunk
- Übernachtung im schönen grossen Doppelzimmer zur Seeseite
- reichhaltiger "Swiss Zmorge" vom Buffet
- freie Benützung des Smaragd Spa sowie des Fitnesscenters
| Hotel "Bad Horn" Aussenansicht auf dem Weg zum Eingang |
| Der wunderbare Bodensee - Aussicht von unserem Balkon aus |
| In Bademantel und Schlappen auf dem Weg zum Spa-Bereich |
| Auf dem Balkon des Nautiker-Zimmers. |
| Nautiker-Zimmer mit zwei einzelnen Betten |
| Auf dem Balkon unseres Zimmers. Ich trage übrigens ein Streifenshirt von Chicorée, einen dunkelgrauen Jeansjupe von H&M und schwarze Pumps. |
| Gerade angekommen und happy |
Das wunderbar weiche Thermalwasser in diesem Pool hatte aber kaum eine Auswirkung auf die Linsen, weshalb ich unbeschwert herum planschen konnte, was ich auch zur Genüge tat. Zum Glück waren kaum andere Gäste am Pool, da sich diese eventuell gestört gefühlt hätten. ^^
Neben dem im Indoor-Pool integrierten Whirlpool probierten wir natürlich auch den Outdoor-Jacuzzi auf der Sonnenterrasse aus. Was für ein herrliches Gefühl, in diesem warmen, sprudelnden Wasser zu liegen und die Aussicht über den Bodensee zu geniessen. So herrlich, dass ich beschloss, den privaten Steg zum See zu benutzen und im 10° C kalten Wasser schwimmen zu gehen, was ich dann auch tat. Wow! Was für eine Erfrischung!
| Der Indoor-Pool |
| Riesenfreude im Indoor-Whirlpool |
| Am Rumblödeln |
| Am Geniessen |
| Der integrierte Indoor-Whirlpool |
| Having fun |
| Ganz entspannt |
| Outdoor-Jacuzzi auf der Sonnenterrasse |
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| Im Outdoor-Jacuzzi am Geniessen |
| Abkühlung im Bodensee bei 10° C |
| Auf der Sonnenterrasse |
Auch der reichhaltige "Swiss Zmorge" machte seinem Namen alle Ehre.
| Beim Dinner im "Captain's Grill". Ich trage ein Kleid mit selbst gemaltem Gurt. |
| Nochmal das ganze Outfit mit Silber-Pumps, die man leider nicht ganz sieht. |
by Charlene Lynch
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