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Dienstag, 26. Februar 2013

Les Misérables 2012

Lezten Samstag wurde für uns ein weiterer Traum war: wir gingen in's Kino, um uns die neue Musical-Verfilmung des Victor Hugo Klassikers "Die Elenden" anzuschauen.  Wir waren fast noch aufgeregter als damals bei der Musical-Verfilmung von "The Phantom of the Opera".  Was die ganze Sache so aufregend machte, war die Tatsache, dass alle Schauspieler life während des Drehs sangen anstatt wie sonst üblich bloss synchron die Lippen zu Liedern zu bewegen, die sie vor drei Monaten im Studio aufgenommen hatten. Wie erwartet war der Effekt gigantisch: die Intensität der Songs wurde sowohl für die Schauspieler als auch für uns Zuschauer um ein Vielfaches verstärkt.

Den Inhalt von "Les Misérables" kennt bestimmt jeder, deshalb verzichten wir darauf, ihn zusammenzufassen. Falls ihr doch mehr darüber wissen wollt, schaut unter folgendem Link nach. 

Die Schauspieler: 


Hugh Jackman ist unglaublich in der Rolle des Jean Valjean. Vom ausgezehrten, verdreckten, verbitterten Sträfling bis zum gutaussehenden, geläuterten Bürgermeister und liebenden Vater nimmt man ihm alles ab. In unseren Augen ist er die perfekte Besetzung des Jean Valjean. Seine Rolle ist auch stimmlich eine der anspruchvollsten, aber der ausgebildete Musicalsänger Hugh Jackman schafft das mit Links. Leider bekommt man seine wunderschöne, wohlklingende Bruststimme selten zu hören, da er viele Songs in  der Kopfstimme singen muss. Seine Freude an dieser Rolle, sein Können als Schauspieler und als Sänger machen "Les Misérables" in unseren Augen zu einem Meisterwerk.

Inspector Javert wird von Russel Crowe verkörpert. Diese Wahl konnten wir lange nicht nachvollziehen, doch schon beim ersten Song "Look down" als er über den Sträflingen patrouilliert, wurden wir eines Besseren belehrt. Diese Körperhaltung, diese Härte und Arroganz...einfach einmalig. Und singen kann er! Es ist zwar zu hören, dass er keine ausgebildete Stimme hat, aber sein Bass-Bariton bringt die Songs dennoch toll rüber. Unserer Mama gefiel seine Stimme sogar besser als die von Hugh Jackman. So weit gingen wir dann doch nicht, aber wir waren entgegen unserer Erwartungen absolut begeistert von ihm. 
Monseigneur Bienvenu, Bischof von Digne, wird von niemand Geringerem gespielt als von Colm Wilkinson, der in der Uraufführung von "Les Misérables" im Jahr 1985 in London und 1987 am Broadway den Jean Valjean sang. Der irische Musicaldarsteller und Sänger ist eine wahre Musical-Legende. Es ist wunderbar, dass er auch in dieser Version von "Les Misérables" dabei ist. Auch Frances Ruffelle, die erste Eponine überhaupt hat einen kleinen Auftritt als Prostituierte.


Auch alle weiteren Rollen waren stimmig besetzt: 

Anne Hathaway ist eine würdige Fantine, die einem von Anfang an unendlich leid tut und sich bei ihrem Lebenssong "I dreamed a dream" förmlich die Seele aus dem Leib singt. Als Schauspielerin mögen wir sie sonst nicht so, aber eine so gute Leistung muss man einfach würdigen. 
Amanda Seyfried ist die perfekte Cosette, die sich mit ihrem unschuldigen Gesicht und lieblichen Stimme durch die Songs zirpt. 
Ihren Gegenpart bildet die zauberhafte Samantha Barks, die die Eponine schon auf der Bühne gespielt hat. Sie ist aufgrund ihres Lebens und ihrer unerwiderten Liebe zu Marius, eine der tragischsten Figuren in "Les Misérables" und ihr Song "On my own" zählt schon seit Jahren zu einem unserer liebsten Musical Songs. Vor allem Charlene hat eine besondere Beziehung dazu. Sie hat sie ihn ausserdem auch schon erfolgreich während eines Schulkonzerts auf der Bühne performed. Eponine ist über die Jahre zu einer Schutzpatronin für alle Mädchen mit gebrochenem Herzen geworden. 
Mit Eddie Redmayne in der Rolle des Studenten Marius Pontmercy wurden wir während des ganzen Films nicht wirklich warm. Subjektiv gesehen ist er halt einfach nicht unser Typ und auch stimmlich war er nicht so unser Fall. Trotzdem wurde er seiner Rolle absolut gerecht und manche Szenen spielte er sensationell gut. Ausserdem harmoniert seine Stimme wundervoll mit Amanda Seyfried's. 
Besonders begeistert waren wir natürlich von Sacha Baron Cohen und Helena Bonham Carter als "die Thénardiers". Die beiden sind richtige Showstopper. Im Musical beeindruckten uns ihre Songs überhaupt nicht, aber die beiden machten aus ihren Szenen eine richtige Show. Total überspitzt, herrlich schmuddelig und unendlich komisch schaukeln sie sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Einfach unnachahmlich!
Aaron Tveit als Enjolras, den Anführer des Studentenaufstands, und Daniel Huttlestone als Gavroche Thénardier, den kleinen Bruder von Eponine, fanden wir ganz toll und es nahm uns richtig mit wie die beiden auf der Barrikade ihr Leben lassen mussten.
Isabelle Allan als kleine Cosette ist unheimlich berührend und sieht beinahe so aus wie das berühmte Konterfei, das seit jeher für das Musical steht. Natalya Angel Wallace hat einen kleinen Auftritt als verwöhnte Kindversion von Eponine. Sie so herausgeputzt, strahlend und glücklich zu sehen während Cosette ausgebeutet wird, macht Eponine's späteres Schicksal umso tragischer.
Das Finale war unglaublich und brachte sogar unsere Mama gegen ihren Willen zum Weinen, was einem Ritterschlag gleichkommt. Ihre Konzentration schweifte ob der 99.9% Gesangsszenen des Öfteren ab. ^^

Fazit:

Grosse Musik, beeindruckende Bilder, atemberaubende Kulissen und eine Geschichte , die mehrere Jahrzente umspannt und nicht nur tragische Einzelschicksale vereint, sondern auch das Schicksals Frankreichs nach der Revolution nachbildet. Der Tod all dieser jungen Menschen, die von einer freien Republik träumten, erscheint so sinnlos, aber schlussendlich legten sie doch den Grundstein zur heutigen französischen Republik. 
Wer Musicals liebt, der wird von dieser Filmadaption absolut begeistert sein, denn Regisseur Tom Hooper und Musical-Produzent Cameron Makintosh haben wirklich das Musical und nicht das Buch verfilmt. Gesprochen wird während der 158 Minuten so gut wie nie. Für uns war "Les Misérables" ein unglaubliches Erlebnis, das uns zu Tränen gerührt hat und noch lange nachhallen wird. 

Vorgestern Nacht hat "Les Misérables" übrigens drei Oscars gewonnen:
beste Nebendarstellerin Anne Hathaway 
ausserdem je einen für beste Tonmischung und für bestes Make up/Frisuren
Schade ging Hugh Jackman leer aus...

by Désirée Lynch

Montag, 7. Januar 2013

Review: Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger

Als wir zum ersten Mal den Trailer zu "Life of Pi" von Ang Lee im TV gesehen hatten, wussten wir, dass wir die "Kinosensation des Jahres" unter keinen Umständen verpassen durften. Eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielte dabei die Tatsache, dass mit Irrfan Khan als erwachsener Pi Patel und Tabu als seine Mutter zwei der besten indischen Schauspieler mitwirken. Es ist für uns nämlich immer schön zu sehen, dass sich gute indische Schauspieler sehr wohl in Hollywood behaupten können und nicht nur auf ihren Akzent reduzierte Nebenrollen bekommen. An der Seite von Irrfan Khan durfte Tabu schon 2007 mit "The Namesake" erfolgreich Hollywood-Luft schnuppern und Irrfan Khan hat sich dank weiterer Rollen in "Slumdog Millionaire", "A Mighty Heart" mit Angelina Jolie und "The Amazing Spiderman" auch in Hollywood etabliert. 

Ursprünglich wollte ich vor dem Film unbedingt noch das Buch zu "Schiffbruch mit Tiger" von Yann Martel lesen, aber habe es in der sehr intensive Weihnachtszeit nicht mehr geschafft. Da musste eine Zusammenfassung auf Wiki  her, was aber vollkommen ausreichte, um meine Neugier noch mehr zu wecken. Ich habe eine Schwäche für philosophische Bücher...
Zur Geschichte: Piscine Molitor Patel, genannt Pi wächst als jüngerer Sohn des Zoodirektors im indischen Pondicherry auf. Pi ist gläubiger Hindu, konvertiert zusätzlich aber auch zum Christentum und nimmt als dritte Religion schliesslich auch noch den Islam an. Eines Tages beschlissen seine Eltern mit ihm und seinem älteren Bruder Ravi nach Kanada auszuwandern und so begibt sich die Familie Patel mit einem Haufen Zootieren auf einenen japanischen Frachter, der sie in die neue Heimat bringen soll. Doch während der Überfahrt zieht des Nachts ein gewaltiger Sturm auf, der das Schiff zum Kentern bringt und fast allen Passagieren das Leben kostet. Lediglich Pi kann sich mit einem verletzten Zebra, einer Hyäne, einem Orang Utan und einem bengalischen Tiger namens Richard Parker auf ein Beiboot retten. Es kommt wie es kommen muss: die Hyäne frisst zuerst das Zebra und dann den Orang Utan, dann wird sie von Richard Parker erledigt. Nun ist es an Pi mit einem ausgewachsenen Tiger auf See zu überleben und dabei die Hoffnung nicht zu verlieren. 


Mit "Life of Pi" ist Ang Lee ein Meisterwerk gelungen. Selten haben wir solche Bilder gesehen, die trotz aller Auswegslosigkeit so wunderschön und dank 3D so unglaublich eindrücklich wirken. 
Auch die Wahl des Casts war perfekt. Irrfan Khan beherrscht die Leinwand allein durch seine Präsenz und diesen eindringlichen Blick, Suraj Sharma gibt in "Life of Pi" sein Filmdebüt. Kaum zu glauben, was für eine Begabung. Sehr vernünftig ist, dass er sich nicht ausschliesslich auf eine Filmkarriere konzentriert, sondern brav seinem Philosophiestudium nachgeht. Die zeitlos schöne Tabu spielt Pi's Mutter auf ihre ganz spezielle, ruhige, würdevolle Weise. Diese drei Personen haben bei mir den tiefsten Eindruck hinterlassen, abgesehen von Richard Parker natürlich. Dieser grösstenteils animierte Tiger war einfach beeindruckend und auf eine gefährliche Art und Weise wunderschön. Gérard Dépardieu mochte ich noch nie, daher passte es mir ganz gut, dass er nur einen ganz kleinen Auftritt als ekelhafter Schiffskoch hatte und in der zweiten Version von Pi's Geschichte zum Kannibalen mutierte. 

Wer einen wunderschönen, philosophisch angehauchten Film mit beeindruckenden Bildern und aussergewöhnlich guten Schauspielern sucht, der wird von  "Schiffbruch mit Tiger" absolut begeistert sein. 

by Désirée Lynch

Mittwoch, 2. Januar 2013

Review: Dabangg 2

Zu Weihnachten hat Mama von uns ziemlich viele Bollywood DVDS  geschenkt bekommen, darunter auch DABANGG mit Salman Khan. Das 2010 erschienene Produzenten Debüt von Salmans jüngerem Bruder Arbaaz Khan zählt zu den vier umsatzstärksten Filmen aller Zeiten in Indien. Daher waren unsere Erwartungen an diesen Film ziemlich hoch. Wer Salman Khan liebt, der weiss, dass er mit Vorliebe den unbesiegbaren Helden spielt. Mancher Kritiker schimpft ihn wegen seiner oft sehr stereotypischen Rollen einen schlechten Schauspieler. Ist es aber so schlecht, auf der Leinwand gerne den ewigen Helden zu mimen, wenn man damit Erfolg hat?! Schliesslich bildet Salman Khan mit Shahrukh Khan und Amir Khan das Triumvirat der grossen Khans in Bollywood. 
Gut hatten wir uns den ersten Teil von DABANGG zuerst auf DVD angeschaut, bevor wir uns DABANGG 2 im Kino gönnten, denn beide Teile gehen nahtlos ineinander über. Ausserdem ist DABANGG 2 voll von Anspielungen und Witzen, die man ohne Teil 1 nicht ganz so witzig finden würde. Der unbesiegbare, von allen geliebte Polizist Chulbul "Robin Hood" - "Kung Fu" Pandey lebt mit seiner schwangeren Ehefrau Rajjo, seinem Stiefvater und seinem Stiefbruder Makkhi harmonisch unter einem Dach.  Alles könnte absolut perfekt sein, wenn nicht wieder ein korrupter Gangster-Politiker namens Baccha Bhaiya die ganze Stadt terrorisieren würde. Nach gut 120 Minuten voller actiongeladener Kampfszenen, rasanter Tanznummern und Drama (Rajjo wird von Baccha die Treppe eines Hindutempels hinuntergestossen und verliert das ungeborene, gemeinsame Kind während sein Bruder Makkhi brutal zusammengeschlagen wird) rächt sich Chulbul an Baccha Bhaiya und macht diesen dingfest. Ein Jahr später kriegen Chulbul und Rajjo endlich ein Kind. Happy End?! Nein, denn der Bruder des im ersten Teil getöteten Gangsters Chedi Singh sinnt immer noch auf Rache. Das klingt doch schwer nach DABANGG 3...uns würde es freuen. 
Beim Song "Pandeeyji seeti" wird Salman auch von seiner Schwägerin Malaika Arora Khan (links) unterstützt
Ach Salman Khan ist einfach toll. Irgendwie schafft er es einfach, dass man ihm diese Chuck Norris Masche abnimmt. Er ist und bleibt der geborene Held und Entertainer. Seine Tanzeinlagen während der tollen Songs von Sajid Wajid (unbedingt anhören) sind einfach sensationell. Neben allem Klamauk und Hau drauf ist dieser Film doch auch durchwoben von diversen Problemen Indiens. Wie z.B. Korruption in der Politik und Polizei, Gewalt gegen Frauen, Alkohol und Selbstmord als Weg aus der Armut...gleichzeitig liefert er aber auch die Lösung: einen wahren Helden. 

For X-mas Mama got quite a lot of Bollywood DVDs from us, for example DABANGG with Salman Khan. The movie released in 2010 is counted among the four highest-grossing movies of all times in India. That's why our expectations were rather high. Those who love Salman Khan know that he loves to play the invincible hero. Some critics call him a bad actor because of his soft spot for stereotypical roles . But is it that bad to play the eternal hero if you have success with it?! After all Salman Khan, Shahrukh Khan and Amir Khan form the triumvirat of the big Khans in Bollywood.
Well, we had watched the first part of DABANGG on DVD before enjoying DABANGG 2 at the movies because the second follows the first. Moreover DABANGG 2 is full of allusions and funny moments that wouldn't be that funny without having seen the first part. 
Die bildhübsche Sonakshi Sinha hatte in Dabangg ihr Filmdebüt
The invincible cop Chulbul "Robin Hood" - "Kung Fu" Pandey is adored by everyone. He lives with his pregnant wife Rajjo, his stepfather and stepbrother Makkhi happily together. Everything could be just perfect if there wasn't a corrupt gangster-politician named Baccha Bhaiya who is terrorizing the whole town. After 120 minutes full of action-loaded fight scenes, dynamic dance numbers and drama (Baccha throws Rajjo off the stairs near a hindu temple so that she loses their unborn child while Chulbul's brother Makkhi gets beaten up) Chulbul takes revenge and arrestes Baccha Bhaiya. One year later Chulbul and Rajjo finally get their babay. Happy End?! No, because the brother of Chedi Singh, the gangster that got killed in the first movie, is still out for revenge. That sounds like DABANGG 3...we'd love it. 
auch Kareen Kapoor schaute für eine Item Nummer bei "Fevicol se" vorbei
Salman Khan is just great. Somehow he manages to make us believe in this Chuck Norris thing. He was and still is a true hero and entertainer. His dance breaks during those amazing songs by Sajid Wajid (you have to listen it) are just spectacular. Besides those slapstick and slap bang moments this movies still copes with different problems of India. Like corruption in politics and police, violence agains women, alcohol and suicide as a way out of poverty...and at the same time he gives the solution: a true hero. 

by Désirée Lynch

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Weihnachten im Kino

Lange hielt ich es nur für ein Gerücht, aber heute habe ich die ersten drei Trailer gesehen und darf die frohe Botschaft verkünden: diese Weihnachten kommt die Verfilmung von David Safiers Roman "Jesus liebt mich" in die Kinos. Juhuiiiii! Weniger Juhui ist aber die Tatsache, dass wir wohl dafür nach Singen fahren müssen, denn so wie's aussieht, verzichten die Kinos in unserer direkten Umgebung darauf, diesen witzigen Film zu zeigen. :-( 

Das Filmplakat sieht fast ein bisschen nach Bollywood aus, das hat mir natürlich sofort gefallen und auch von der Wahl der Schauspieler bin ich total begeistert. Jessica Schwarz als "Marie" zählt zu einer meiner liebsten deutschen Schauspielerinnen (kaum zu glauben, dass sie mal Bravo Girl war...im Jahr  1993) und Florian David Fitz halte ich für die perfekte Besetzung des "Jeshua". Super, dass er sich in seinem Regiedebüt gleich selbst gecastet hat. ^^ 
Nun zur Story: Marie gerät immer an die falschen Typen, dabei will sie doch nur endlich den Mann fürs Leben finden. Als der sensible, ruhige, ja gerade zu "perfekte" Jeshua in ihr Leben tritt, glaubt sie am Ziel ihrer Träume zu sein. Doch der Schein trügt, denn Jeshua, der gerne mal anderen Menschen, die Füsse wäscht, hat eine Mission: er muss den Weltuntergang vorbereiten...
Ich weiss noch wie begeistert ich vom Buch war und bin nun wahnsinnig gespannt auf die filmische Umsetzung. Vor allem meine Lieblingsstelle im Buch hoffe ich im Film wiederzufinden: als Jeshua in einer Karaokebar Xavier Naidoos "Dieser Weg" zum Besten gibt und alle Zuhörer in Tränen ausbrechen.




Doch Familie Lynch hat über Weihnachten noch mehr vor: ab dem 26. Dezember läuft "Life of Pi"-"Schiffbruch mit Tiger" im Kino. Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers des kanadischen Autors Yann Martel mit den Bollywoodstars Irrfan Khan und Tabu wird schon im Vorfeld als DIE Kinosensation des Jahres gehandelt. 




Und dann wäre da noch "Bollywood - The Greatest Love Story Ever Told", einer Hommage an das Indische Kino, die sogar schon ab dem 13. Dezember in ausgesuchten Kinos läuft. Wie schon Ostern werden wir die Weihnachtszeit im Kino mit Nachos, Chips und Cola verbringen. Merry Christmas! ^^

by Désirée Lynch

Montag, 26. November 2012

Review: Breaking Dawn Part 2

Am Samstagabend war es so weit: die Twilight Saga würde nun endgültig auch für uns zu Ende gehen. Ein bisschen Wehmut ist da schon erlaubt, denn schliesslich begleitete uns Stephenie Meyers Geschichte um Bella und Edward seit 2006 und wir zählen sie noch immer zu einer der schönsten Liebesgeschichten, die wir je gelesen haben. Von Robert Pattinson und Kristen Stewart waren wir anfangs ja gar nicht angetan, aber auch an sie haben wir uns über die Jahre hinweg gewöhnt. Schon schade, dass nun alles vorbei sein würde.
Beim Schlangestehen für Chips und Popcorn mussten wir uns dann noch ein bisschen ärgern, da vor uns ein paar Teenies standen, die die Bücher offenbar nicht gelesen hatten, sonst hätten sie sich folgenden Kommentar wohl gespart: "Ey Mann, der Wolf, also der Jacob, der ist ja voll der Pädo. Macht zuerst mit der Mutter rum und dann mit der Tochter..."
Der Vorspann mit seinen vielen Rot-Einblendungen wirkte irgendwie verstörend auf uns, war aber wieder mit der typischen Twilight-Musik unterlegt und machte sofort Lust auf mehr. Es war richtig schön, Bella als Vampir zu sehen, wie glücklich sie war und Edward erst. Auch wenn ihm Bella dank ihrer Jungvampir-Kräfte bei der ersten Umarmung beinahe den Brustkorb eindrückte. Alle schienen so glücklich, sogar die ehemals dauer-grimmige Rosalie. Aber wer die Bücher gelesen hatte, wusste natürlich, dass das Böse schon in Volterra lauerte. Renesmée erschien uns wegen ihres animierten Gesichtes als das unheimlichste Baby auf der ganzen Welt, aber zum Glück wuchs sie schnell.

Mackenzie Foy war wirklich eine ganz süsse Renesmée, auf ihr langes, gelocktes Haar waren wir fast schon neidisch. Leider kam im letzten Teil Jacob Black ein bisschen zu kurz. Wenigstens war da die eine Szene, in der er sich vor Charlie in einen Wolf verwandeln will und sich davor seiner Kleidung entledigen muss. Wir kriegten uns beinahe nicht mehr ein vor Lachen. 
Wie schon beim ersten Teil von Breaking Dawn erschien uns das Erzähltempo nicht ganz stimmig. Im Film hatte  Bella beinahe keine Zeit, ihre Gabe als Schutzschild zu trainieren und es konnten nicht alle angereisten Vampire vorgestellt werden. 
Benjamin vom ägyptischen Zirkel mit seinen grossen, roten Kulleraugen und seiner kindlichen Freude hinterliess dennoch einen grossen Eindruck bei uns. Auch die schrägen Vampire Dimitri und Stefan aus Rumänien oder "Dracula 1 und 2", wie sie von Jacob genannt wurden, blieben in Erinnerung. Kaum waren alle "Zeugen" bei den Cullens eingetroffen, ging's schon los. Michael Sheen stellte Aro wieder wunderbar dar. Sein irres Lachen brachte uns trotz der angespannten Situation zum Lachen. Die finale Schlacht war grossartig, unheimlich schnell, brutal und schockierend gefilmt. Wir hatten einige gewaltige Schreckensmomente und bereuten, den vierten Band nicht noch einmal gelesen zu haben, denn was wir da zu sehen bekamen, konnten wir kaum fassen. Zu guter Letzt entpuppte sich aber alles als geschickter Schachzug und wir konnten das folgende Happy End geniessen.
Auch wenn ausser Bella scheinbar alle Rollen im letzten Teil relativ blass blieben und die gross angekündigte Vampir-Sexszene zwischen Bella und Edward ziemlich brav daher kam, wie so mancher Filmkritiker bemängelte, ist Breaking Dawn Teil 2 ein würdiges Finale. 
Gönnen wir Bella doch ihren grossen Auftritt, schliesslich sehnte sich während vier Filmen danach, endlich ein Vampir und damit ihrer grossen Liebe Edward ebenbürtig zu sein. Der letzte Teil ist Bellas Teil, endlich streift sie ihre ewige Unsicherheit ab und darf das sein, was ihr schon immer bestimmt war: Frau, Mutter und Vampir. Kristen Stewarts Darstellung von Bella wie sie das Blut des Freeclimbers wahr nimmt und wie sie sich anschliessend auf den Berglöwen stürzt, ist richtig toll. Wir hätten gerne mehr von den Wölfen und Jacob gesehen, aber eben, Breaking Dawn Part 2 ist und bleibt Bellas Film, es ist ihr Happy End mit ihrer grossen Liebe Edward.
Für den Abspann wurden noch einmal alle Schauspieler mit wichtigen Rollen aus jedem der fünf Filme mit Bild und Namen eingeblendet, was unheimlich rührend war und bewies, dass die Twilight Saga mehr als nur eine Filmreihe war. 


by Désirée Lynch

Dienstag, 20. November 2012

Review: Jab Tak Hai Jaan - Solange ich lebe

Ja, wir hatten alle ziemlich hohe Erwartungen an diesen Film... Yash Chopra- Filme versprachen immer grosses Gefühls-Kino (bei "Veer-Zaare" weinen wir noch immer regelmässig, auch wenn wir ihn schon viele Male gesehen haben). Deshalb war es auch keine Frage, dass wir für "Jab Tak hai Jaan" extra nach Zürich fuhren, um ihn im RiffRaff, dem einzigen Kulturkino, welches in der Schweiz hin und wieder einen Bollywood-Film zeigt, anzuschauen. Ausserdem ist es Yash Chopras letzter Film, da er am 21.10.2012 leider verstorben ist, was sowohl für Bollywood-Fans, als auch viele Bollywood-Stars ein grosser Schock war.
Die Story des Films wurde wie ein Staatsgeheimnis gehütet, bekannt war lediglich das Cast und dass es sich wie immer um eine grosse Liebesgeschichte handeln würde. Was die Besetzung der Hauptrolle betraf, ging Yash Chopra wohl auf Nummer sicher: Shah Rukh Khan, der nach wie vor als grösster Bollywood-Star überhaupt. all over the world die Frauen scharenweise in die Kinosäle treiben würde, und Katrina Kaif, welche bei den indischen Männer als absolutes Sexsymbol und neue "Queen of Bollywood" gilt, weshalb sich zumindest in Indien auch praktisch jeder Mann diesen Film ansehen würde. 
Shah Rukh Khan und Katrina Kaif
Hier dieStory, jetzt, wo sie ja bekannt ist: Der 28-jährige Samar Anand (Shah Rukh Khan) ist aus Indien nach London gekommen, um sein Glück zu versuchen, wo er sich nun mit diversen Aushilfsjobs über Wasser hält. Trotz der schlechten finanziellen Lage, verliert er seine positive Sicht auf die Welt nicht und gewinnt mit seinem Charme die Herzen aller. Er begegnet der 21-jährigen Meera (Katrina Kaif), Tochter aus guten Hause, und verliebt sich auf den ersten Augenblick in sie. Er belauscht sie in der Kirche, bei einem ihrer Deals mit Gott ("Wenn du mir hilfst, verspreche ich dir, dass...") und trifft sie danach immer wieder, wobei auch SIE ein Auge auf ihn wirft. Sie machen einen Deal: Er hilft ihr, ein indisches Lied zur Freude ihres Vaters zu lernen, dafür unterichtet sie ihn in korrektem Englisch. Da Samar das Gefühl hat, dass Meera nicht wirklich lebt und immer nur versucht, die Ansprüche ihrer Mitmenschen zu erfüllen, was seiner Ansicht nach der Grund ist, dass sie das Lied nicht mit der erforderlichen Leidenschaft zu interpretieren, sorgt er dafür, dass sie auf einer Underground-Party endlich aus sich rausgeht, woran er natürlich nicht unbeteiligt bleibt.
Es kommt, wie es kommen muss und die beiden verlieben sich in einander. Meera, die eigentlich mit einem anderen verlobt ist, will ihrem Vater sagen, dass sie nur Samar liebt, doch dann hat dieser einen Unfall. Sie schliesst ein weiteres Abkommen mit Gott: Wenn er ihn wieder zurück ins Leben holt, wird sie ihn nie wieder sehen. Samar überlebt, doch zu welchem Preis...
Shah Rukh Khan, zauberhaft und sexy wie immer... 
Er geht zur Armee, eigentlich um zu sterben, um Gott heraus zu fordern. 10 Jahre gehen ins Lande und Major Samar Anand wird zum Bombenexperten und dem Mann, der nicht sterben kann. Er entschärft JEDE Bombe... Glück, Zufall oder doch Meeras Deal?
Dann tritt die 21-jährige Akira (Anushka Sharma) in sein Leben und schafft es mit ihrem überstelligen, burschikosen Charme wieder ein Lächeln in sein Gesicht zu zaubern. Sie verliebt sich in ihn, zum 1. Mal in ihrem Leben überhaupt (bisher hatte sie nur ihren Spass), aber dafür von ganzem Herzen. Doch Samars Herz gehört auch zehn Jahre später  nur einer einzigen Frau... Akira will einen Film über ihn und seine Liebesgeschichte drehen, was sie auch tut. Damit er aber in London ausgestrahlt wird, soll sie Samar nach London holen. Dieser weigert sich, tut es dann aber doch, Akira zu Liebe. Doch dann hat er erneut einen Unfall und verliert sein Gedächtnis, bzw. die Erinnerung an die letzten 10 Jahre und somit auch an die schwer verliebt Akira sowie Meeras Deal mit Gott. Um ihm sein Gedächtnis zurück zu geben, muss Meera zur Hilfe geholt werden... Doch diese glaubt nach wie vor, dass er stirbt, wenn sie bei ihm bleibt und ihrer Liebe nachgibt... Eine fatale Situation.
Katrina Kaif... Naja...
So, mehr möchte ich nicht verraten, nun aber meine Meinung sagen. Désirée, unsere Mama und ich, wir sind praktisch alle der gleichen Ansicht: Leider kann dieser Film nicht halten, was er verspricht.
Zuerst zum Haupt-Problem: Katrina Kaif, eine völlige Fehlbesetzung. Diese Frau ist leider so ausdrucksstark wie ein Pfannkuchen. Mit praktisch nur einem Gesichtsausdruck schafft sie es, einen ganzen Film zu bestreiten. Wenn man zudem noch ein Problem mit ihr an sich hat (die Frau hat z.B. noch immer kein Hindi gelernt - Hallo?!), ist das ziemlich schwierig. Ok, sie hat wenigstens mittlerweile tanzen gelernt, ist aber nach wie vor nur für Item-Songs zu gebrauchen. Klassisch indisch? Keine Chance! Mit Kleidchen, die knapp unter ihrem Hintern enden, zeigt sie, auf was die indischen Männern zur Zeit wohl Wert legen. Für uns absolut nicht nachvollziehbar... Sie wirkt ziemlich grob, plump und unweiblich und ist mit ihren für indische Verhältnisse riesigen 1.74 m bestimmt nicht die ideale Filmpartnerin für Shah Rukh ... - Auch die Chemie zwischen den beiden stimmt unserer Ansicht nach nicht. Und ausgerechnet in diesem Film hat Shah Rukh Khan seinen ersten Filmkuss... Oh je...

Shah Rukh Khans erster Filmkuss...
Anushka Sharma ist mit ihrer übertriebenen Art (gut, die Rolle ist nun mal so ausgelegt) genau das Gegenteil von Schlaftablette Katrina. Allerdings ist es auch schon fast wieder störend. Aber immerhin ist sie fähig Gefühle auszudrücken und, wie sie auch schon in anderen Filmen bewiesen hat, eine gute Schauspielerin. Wir mögen sie...
Anushka Sharma und Shah Rukh Khan
Aber eben, es gibt ja noch Shah Rukh Khan... Was wäre dieser Film ohne ihn? Als lebensfroher, charmanter Samar schafft er es in meinen Augen problemlos einen 28-jährigen darzustellen (inklusive Tanzszenen). Und ja, ich finde ihn extrem sexy und  mit einer anderen Schauspielerin an seiner Seite, hätten die Liebes- (und ja auch irgendwie Sex-) Szenen sicher noch einiges an Erotik gewonnen. Er ist es einfach! - Aber auch den emotional verkapselten Major nimmt man ihm ab. Allerdings störte uns da sein ungepflegter Sechstage-Bart. Mich wohl noch am allermeisten, da er mich damit auf unangenehme Art und Weise an meinen Ex-Freund erinnerte...^^ Musste echt nicht sein...
Tanzszene mit Shah Rukh Khan und Katrina Kaif: Liked it!
Die Story hätte durchaus das Zeug zu einen wirklich legendären Film gehabt. Allerdings hatten wir das Gefühl, dass dieser Film nicht wirklich geschnitten wurde, denn er wirkte z.T. sehr langatmig, wenn nicht sogar langweilig, was sehr schade war... :(
Die Musik und die Tanzszenen waren soweit ok. Kein Ohrwurm dabei, aber im grossen und ganzen ganz nett... Die Tanzszenen der Party wie "Ishq Shava" (dieser Song ist nun doch auf meinem iPod gelandet und wird hoch und runter gehört...^^) haben mir aber sehr gefallen und waren voller Leben und Leidenschaft, sofern das mit Katrina möglich ist. Aber eben, tanzen kann sie mittlerweile wirklich...

Fazit: Ein Film, den man sich sicher ansehen sollte, auch wenn keine Tränen geflossen sind. Ohne zu grosse Erwartungen im Voraus, hat man sicher mehr Spass. Aber jeder richtige Shah Rukh Khan-Fan kommt zweifellos auf seine Kosten.
Familie Lynch vor Filmbeginn... Voller Erwartung...
by Charlene Lynch

Donnerstag, 7. Juni 2012

Romeo and Juliet first looks

Es geht das Gerücht um ,dass "Romeo und Julia" mit Hailee Steinfeld und Douglas Boothe seinen Kinostart am Valentinstag 2013 haben wird. Was für eine romantische Idee mit einem Hintergedanken: dieser Film wird einer der besten Filmstarts in der Geschichte des Kinos hinlegen. Ich frage mich wie viele Jungs am 14. Februar 2013 ihre Liebste ins Kino einladen werden, um ihre Liebe zu beweisen. Hätte ich einen Freund, würde ich mich über Kinotickets wahnsinnig freuen...nein, ich würde welche erwarten!
Es ist so fantastisch die ersten Bilder zu sehen. Charlene und ich haben sowieso eine grosse Schwäche für Kostümfilme und die Kostüme, die Hailee und Douglas tragen, sehen grossartig und sehr stimmig aus.
Übrigens dreht Michael Sucsy zur Zeit ebenfalls eine Version der grössten Liebesgeschichte mit dem Titel "Rosaline". Erzählt wird das Ganze aus der Sicht von Julias Cousine Rosaline, Romeos erster Liebe. Da dieser Film in der Gegenwart angesiedelt ist und überdies unter dem Genre Komödie läuft, wird er Carlo Carleis Adaption kaum das Wasser reichen können. Rosaline wird von Deborah Ann Woll gespielt, Romeo von James Francos kleinem Bruder Dave Franco und Juliet wird von keiner geringeren verkörpert als von den schönsten Augenbrauen seit Audrey Hepurn Lilly Collins. "Rosaline" wird ebenfalls 2013 in die Kinos kommen. Wir werden ihn uns natürlich auch ansehen, aber für uns gibt es zur Zeit keine perfektere Besetzung von Romeo und Julia als Hailee Steinfeld und Douglas Boothe. 


There is the rumour that "Romeo and Juliet" with Hailee Steinfeld and Douglas Boothe is going to be released by Valentine's Day 2013. What a romantic idea with some ulterior motive: this movie is going to have one of the best releases in the history of cinema. I wonder how many boys will take their beloved one to the movies to prove their love. If I had a boyfriend I would love to get tickets...no I would expect it!
It's so great to take a look at the first pictures. Charlene and I have a weakness for period movies and the costumes that Hailee and Douglas are wearing look amazing and very original. 
By the way, Michael Sucsy is filmint his own version of the greatest love story: "Rosaline" tells us  the well known story from the perspective of Juliet's cousine Rosaline, Romeos first love. As this movie takes place in our time and the genre is comedy, it won't really compete with Carlo Carlei's adaption. Rosaline is played by Deborah Ann Woll, Romeo by James Franco's little brother Dave Franco and Juliet is embodied by no lesser opponent than the most beautiful eye brows since Audrey Hepurn: Lilly Collins. "Rosaline" will be released in 2013 as well. Of course we're going to watch this movie too even though at the moment there is no better cast for Romeo and Juliet than Hailee Steinfeld and Douglas Boothe.
by Désirée Lynch
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