Montag, 12. Mai 2014

Review: Mein Eurovision Song Contest 2014

Wie ihr wisst, lieben Charlene und ich den Eurovision Song Contest und schauen ihn uns wenn möglich immer gemeinsam an. Für uns ist dieser Wettbewerb Kult und den Stolz das eigene Land musikalisch vertreten zu dürfen, würden wir nur allzu gerne auch selbst einmal erleben...
Dieses Jahr erlebte ich den ESC mit Mama vor dem heimischen Fernseher, da Charlene ein Date mit ihrem Freund hatte. 

Besonders aufgeregt war ich natürlich, weil die Schweiz auch dabei war, erfolgreich vertreten durch den Tessiner Sebalter, der im Vorfeld wegen seines "speziellen" Englisch-Akzent ordentlich veralbert wurde. Es ist nicht schlecht, wenn man nicht der Norm entspricht, wie man an der strahlenden Siegerin Conchita Wurst sehen konnte. Aber nun zu "meinem" ESC Abend:



Wie ein Phoenix aus der Asche: Conchita Wurst
Ich bin noch immer begeistert, der Eurovision Song Contest 2014 war einer der besten, die ich je mitverfolgt habe. Tolle Stimmung, hervorragende Show und natürlich extrem gute Performern. Völlig begeistert haben uns  (ja, uns, Mama, die sich sonst so gerne motzig durch die ESC-Abende quält, war ebenfalls so angetan, dass wir uns nun sogar die CD kaufen wollen.) überraschend viele Acts. 

Allen voran Conchita Wurst, die als 11te auftrat. Vom ersten Moment an war glasklar, dass sie gewinnen würde. Ich fand sie grossartig und finde es eine riesige Sauerei, dass es Leute gibt, die sie nur auf ihr Äusseres reduzieren. Conchita Wurst mag nicht jedermanns Geschmack sein, aber die Stimme von Thomas Neuwirth, sein Charisma und seine ruhige, überlegte Art müssten jeden davon überzeugen, dass er zu Recht gewonnen hat. Hoffentlich erfüllen sich nun seine Träume, damit er nicht mehr so traurige Augen hat. 

Natürlich Malta mit Firelight. 
Firelight -Malta

Der Song Coming Home dieser total sympathischen, natürlichen und extrem talentierten Familienband klang nach richtig gutem Country und das mögen wir sowieso. Ebenfalls die zweit-platzierten The Common Linnets, die einen ganz ruhigen, zweistimmigen Country-Song zum Besten gaben. 
Sehr gut gefallen haben uns auch die Beiträge von Armenien, Islands farbige Pollapönk, Rumänien, Polen ( die schrillen Trachtengirls mit ihren süssen Kostümen ), Italiens Energiebündel, Finnlands Schülerband Softengine und Dänemark ( der blondierte Tänzer hatte einen drolligen, gummiballartigen Tanzstil ). 
The Common Linnets - Holland

Spanien, Slowenien, Griechenland, Frankreich, England und Norwegen waren auch angenehm anzuhören. Für unseren Sebalter hatten wir natürlich sowieso eine grosse Sympathie, aber er meisterte seinen Auftritt wirklich souverän mit grosser Lebensfreude und seine Art mit den Kameras zu flirten war wirklich goldig. Endlich sind wir mit ihm mal wieder in der besseren Hälfte gelandet. Platz 13 von 26 Nationen, das ist ein respektables Resultat. 

So viele SMS habe ich noch nie geschickt...eigentlich habe ich noch nie beim ESC gevotet, doch dieses Jahr musste es sein. Wie bin ich doch auf nächstes Jahr gespannt, wenn der Eurovision Song Contest in Österreich ausgetragen wird. Dann werde ich wieder mit Notizblock und Kugelschreiber bewaffnet vor dem Fernseher sitzen. ^^
Was für eine traumhafte Bühne...

by Désirée Lynch
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...