Freitag, 28. Dezember 2012

Rezension: "Immer wieder du" von Paige Toon

Ab und zu, aber nur ganz selten, stösst man per Zufall auf ein Buch, das etwas ganz Besonderes ist. Meistens merkt man es zuerst nicht einmal. So geschehen mit "Immer wieder du" von Paige Toon, welches ich im August während unserer Sommerferien im Wallis gekauft hatte.

Lily ist 26 Jahre alt und ihr Freund Richard hat ihr soeben einen Heiratsantrag gemacht. Alles gut und schön, wenn da nur nicht dieser andere Mann wäre...
10 Jahre zuvor: Lily zieht mit ihrer Mutter zusammen von London nach Adelaide, einer kleinen Stadt in Australien. Für Lily bedeutet dieser Umzug die Hölle. Auch Michael,der neue Freund ihrer Mutter, ist ihr suspekt und Josh, dessen 18-jähriger Sohn ist zwar ziemlich sexy, aber nicht wirklich sympatisch.
Michael nimmt Lily mit in den Naturschutzpark, in welchem er arbeitet, und Lily merkt, dass Australien vielleicht gar nicht so übel ist. Neben Kängurus und Koalas, lernt sie auch den 28-jährigen Ben, welcher hier als Tierpfleger arbeitet, kennen und zwischen den beiden entsteht eine besondere Freundschaft. Neben Joshs Clique, von welcher sie sich nie so ganz akzeptiert fühlt, ist Ben ihr einziger Freund und Vertrauter. Lily verliebt sich in den 12 Jahre älteren Mann und auch Ben scheint Gefühle für sie zu haben. Eine Liebe ohne Zukunft...
Bens und Lilys Wege trennen sich und Lily schafft es nie, sich wirklich von ihm zu lösen. Kann es sein, dass man mit 16 Jahren tatsächlich den Mann fürs Leben trifft? Und wie soll man jemals einen anderen lieben, wenn man diesen einen nie vergessen kann?

Wie schon "Lucy in the Sky" hat mich auch diese Geschichte tief berührt... Auf sehr sensible Art und Weise beschreibt Paige Toon, wie es sein kann, wenn man die Person trifft, die für einen bestimmt ist, selbst wenn die Voraussetzungen alles andere als gut sind. Es gibt Geschichten, die triefen nur so vor Kitsch und unrealistischen Szenen. In diesem Buch hingegen, ist alles sehr realistisch und deshalb oft sogar ein bisschen enttäuschend, weil man sich einfach mehr Magie gewohnt ist und es ab und zu wirklich fast nicht mehr aushält, weil einfach nichts passiert, das passieren sollte. Aber keine Sorge, Bestimmung ist Bestimmung.. Der Leser kommt auf jeden Fall auf seine Kosten, manchmal halt erst etwas später...
Früher war ich der Meinung, dass man immer wieder jemanden finden kann, in den man sich verliebt und dass man irgendwann auch jeden vergisst. Dass man sich immer wieder verlieben kann, glaube ich noch immer, aber inzwischen bin ich davon überzeugt, dass man diesen einen Menschen tatsächlich treffen kann und man nie wieder wirklich von ihm loskommt, egal was passiert und wie viele Jahre vergehen... 

Diese Geschichte ist vielleicht nichts für diejenigen, die es pervers finden, wenn sich ein 28-jähriger in eine 16-jährige verliebt (wobei ich ganz klar betonen möchte, dass nichts, wirklich absolut GAR nichts geschieht, das nicht sollte!), aber dafür für jede, die wissen, dass es für Liebe keine Regeln gibt und sie immer einen Weg findet. 

by Charlene Lynch

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