Dienstag, 11. Dezember 2012

Review: "Kein Kuss unter dieser Nummer" von Sophie Kinsella

Poppy Wyatt steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Magnus, der einer Familie Intellektueller entsprungen und ihr absoluter Traummann ist. Alles scheint perfekt, bis zu dem Tag, als Poppy ihren Verlobungsring verliert, einen grossen Smaragd, ein Familienerbstück... Dann beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Ihr Handy wird gestohlen, was für Poppy einer Katastrophe gleichkommt, denn alle Hotelangestellten, welche nach dem Ring suchen, haben DIESE Nummer. Und wie sollen sie sie nun kontaktieren können? Das Handy, welches sie in einem Hotel-Mülleimer findet, erscheint ihr deshalb wie ein Wunder. Und was in einem Mülleimer ist, gehört dem Finder, oder? Auch, wenn es sich dabei um ein Geschäfts-Handy handelt, auf dem im Sekundentakt Anrufe, E-mails und SMS an Sam Roxton eintrudeln. In Windeseile hat sie die neue Nummer unter die Leute gebracht...
Der extrem attraktive Sam ist natürlich GAR nicht begeistert von Poppys Weltanschauung und ist absolut nicht der Meinung, dass ihr das Handy zusteht. Doch schliesslich lässt er sich erweichen, aber nur unter der Bedingung, dass sie ihm alle E-mails und SMS, welche für Sam oder dessen ehemalige Assistentin, welcher das Handy zuvor gehörte, bestimmt sind, umgehend an ihn weiterleitet. Deal! 
Aber wie weit darf man sich als Aussenstehende in die Geschäfte eines "Fremden" einmischen? Poppy ist nämlich absolut nicht einverstanden mit Sams Art, seine E-mails zu beantworten bzw. diese gleich ganz zu ignorieren und findet Mittel und Wege, Sams Kommunikation zu "verbessern". Ob DAS gut gehen kann?
Aber natürlich gibt es noch jede Menge andere Probleme zu bewältigen. Wie kann sie verhindern, dass Magnus und dessen Familie erfahren, dass der wertvolle Ring verschwunden ist? Und wieso fühlt sie sich bei ihren zukünftigen Schwiegereltern so minderwertig? Ausserdem:  Ist ihr Magnus wirklich treu? 

So enttäuscht ich von  "Die Heiratsschwindlerin" war, so gut gefiel mir Sophie Kinsellas neuestes Werk. Kann daran liegen, dass ersteres unter ihrem richtigen Namen Madeleine Wickham geschrieben wurde. Offensichtlich schlüpft sie, wenn sie als Sophie Kinsella schreibt, in die Rolle einer komplett anderen Autorin. Auf jeden Fall war "Kein Kuss unter dieser Nummer" einfach nur ein riesiger Lese- Spass. Ich konnte es jeweils kaum erwarten, mich nach der Arbeit wieder in Poppys Welt entführen zu lassen. Wie bereits Beccy in "Die Schnäppchenjägerin" ist Poppy Wyatt eine Protagonistin, mit welcher man sich richtig gut identifizieren kann und welche einem deshalb aus Prinzip sympatisch ist. Manchmal ging diese Identifikation so weit, dass ich z.T. ein richtig unangenehmes Gefühl bekam, wenn sich Poppy wieder in eine aussichtslose Situation manövriert hatte. Sowas ist wirklich die Ausnahme und nicht die Regel! Sophie Kinsella schreibt so fesselnd und spannend, dass man dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen kann, bevor man es bis zur letzten Seite verschlungen hat. 

Bis zum 31. Januar 2013 läuft auf www.sophie-kinsella.de übrigens ein spannender Schreibwettbewerb, bei dem der 1. Preis ein Wochenend-Trip für zwei Personen nach London sowie die Veröffentlichung der Kurzgeschichte in der Printausgabe der "Jolie" sowie als E-Book, ist. Na wenn DAS nichts ist! Und das Thema "Ein Kuss, der mein/ein Leben verändert hat" sollte doch ziemlich zum Schreiben anregen, oder? ;)

by Charlene Lynch

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für den Buchtipp! Da bei mir Verlobung, Verlobungsring und Hochzeit auch in naher Zukunft bevorstehen, passt diese Lektüre bestens!

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