Mittwoch, 7. November 2012

Rezension: Tiger, Tiger

Von Margaux Fragosos autobigographischem Roman "Tiger, Tiger" habe ich vor kurzem in einem Magazin gelesen und wusste sofort, dass ich ihn haben muss. Normalerweise sprechen mich Schicksalsromane nicht so richtig an, vor allem, wenn wieder einmal eine Frau über ihre unglückliche Liebesgeschichte zu einem ausländischen Mann und die daraus resultierenden Probleme schreibt.  
"Tiger, Tiger" befasst sich aber mit dem schrecklichen Thema Pädophilie. Margaux wächst in New York als Tochter eines puertorikanischen, cholerischen Vaters und einer schizophrenen, depressiven Mutter auf. In der Ehe ihrer Eltern kriselt es schon länger und daher scheint es wie eine positive Wendung des Schicksals als Margaux im Sommer 1985 den 51-jährigen Peter Curran in einem Schwimmbad kennen lernt.  Margaux ist sieben Jahre alt und auf der Suche nach Liebe und Anerkennung. Diese erhält sie bei Peter, der sich fortan wie ein liebender Vater um sie und ihre kranke Mutter kümmert. Peters Zuhause ist ein wahres Kinderparadies und durch seine kindliche, verspielte Seite wird er zu Margaux' engstem Vertrauten und besten Freund. Aber dann will er  mehr von ihr...im Keller seines Hauses...

Absolut neutral, ohne jegliche Effekthascherei und mit geradezu hypnotisierender Schonungslosigkeit erzählt Margaux Fragoso von den siebzehn Jahren an der Seite ihres Peinigers und dennoch grossen Liebe Peter Curran. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es innerhalb von sechs Stunden gelesen. Ich empfehle "Tiger, Tiger" all jenen, die einen auf Tatsachen basierenden Roman ohne übertriebene Rührseligkeit lesen möchten. Müttern mit kleinen Kindern würde ich ihn aber nicht unbedingt empfehlen, denn es ist schockierend mit welchen Maschen Pädophile ihre Opfer gefügig machen. 


I've recently read about Margaux Fragosos autobiographic novel "Tiger, Tiger" and immediately knew that I had to get it. Usually I 'm not fond of this kind of stories especially those about women who fell unhappily in love with an exotic man and the resulting problems.
But "Tiger, Tiger" is about the horrible subject of paedophilia. Margaux grows up in New York as the daughter of a puertorican, hotheaded father and a schizophrenic, depressive mother. For quite some time their marriage is going through a crisis and the meeting of Margaux and 51-year-old Peter Curran in Sommer 1985 seems like a positive turnaround of destiny. 
Margaux is seven years old and looking for love and recognition. Peter gives her both and looks after her and her ill mother like a loving father. Peter's home is like a real children's paradise and through his childlike, playfull side he becomes Margaux' closest confidant and best friend. But then he wants more from her......in the cellar of his house...
In an absolutely neutral way without any gallery play and with almost hypnotic ruthlessness Margaux Fragoso tells us about the seventeen years besides her torturer and yet great love Peter Curran. I could't stop reading and finished it in about six hours. I recommand "Tiger, Tiger" to all those who wish to read a novel based on facts without any exaggerated sentimentality. But I wouldn't recommand it to mothers with small children because it's shocking to get to know about the proceeding of paedophiles to make bring their victims to heel. 

by Désirée Lynch


1 Kommentar:

  1. ich kann mir vorstellen, wie grausam einem die welt vorkommt, wenn man so ein buch liest... ich hab mich bei meiner maturaarbeit auch mit dem thema "sexueller missbrauch von kindern" befasst. das kann einen ganz schön mitnehmen, und so ganz vergisst man das alles nie - wenn auch noch so viele jahre vergehen.

    ich glaube, ich möchte das buch auch lesen. danke, dass du davon erzählt hast.

    alles liebe.

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