Montag, 26. November 2012

Review: Breaking Dawn Part 2

Am Samstagabend war es so weit: die Twilight Saga würde nun endgültig auch für uns zu Ende gehen. Ein bisschen Wehmut ist da schon erlaubt, denn schliesslich begleitete uns Stephenie Meyers Geschichte um Bella und Edward seit 2006 und wir zählen sie noch immer zu einer der schönsten Liebesgeschichten, die wir je gelesen haben. Von Robert Pattinson und Kristen Stewart waren wir anfangs ja gar nicht angetan, aber auch an sie haben wir uns über die Jahre hinweg gewöhnt. Schon schade, dass nun alles vorbei sein würde.
Beim Schlangestehen für Chips und Popcorn mussten wir uns dann noch ein bisschen ärgern, da vor uns ein paar Teenies standen, die die Bücher offenbar nicht gelesen hatten, sonst hätten sie sich folgenden Kommentar wohl gespart: "Ey Mann, der Wolf, also der Jacob, der ist ja voll der Pädo. Macht zuerst mit der Mutter rum und dann mit der Tochter..."
Der Vorspann mit seinen vielen Rot-Einblendungen wirkte irgendwie verstörend auf uns, war aber wieder mit der typischen Twilight-Musik unterlegt und machte sofort Lust auf mehr. Es war richtig schön, Bella als Vampir zu sehen, wie glücklich sie war und Edward erst. Auch wenn ihm Bella dank ihrer Jungvampir-Kräfte bei der ersten Umarmung beinahe den Brustkorb eindrückte. Alle schienen so glücklich, sogar die ehemals dauer-grimmige Rosalie. Aber wer die Bücher gelesen hatte, wusste natürlich, dass das Böse schon in Volterra lauerte. Renesmée erschien uns wegen ihres animierten Gesichtes als das unheimlichste Baby auf der ganzen Welt, aber zum Glück wuchs sie schnell.

Mackenzie Foy war wirklich eine ganz süsse Renesmée, auf ihr langes, gelocktes Haar waren wir fast schon neidisch. Leider kam im letzten Teil Jacob Black ein bisschen zu kurz. Wenigstens war da die eine Szene, in der er sich vor Charlie in einen Wolf verwandeln will und sich davor seiner Kleidung entledigen muss. Wir kriegten uns beinahe nicht mehr ein vor Lachen. 
Wie schon beim ersten Teil von Breaking Dawn erschien uns das Erzähltempo nicht ganz stimmig. Im Film hatte  Bella beinahe keine Zeit, ihre Gabe als Schutzschild zu trainieren und es konnten nicht alle angereisten Vampire vorgestellt werden. 
Benjamin vom ägyptischen Zirkel mit seinen grossen, roten Kulleraugen und seiner kindlichen Freude hinterliess dennoch einen grossen Eindruck bei uns. Auch die schrägen Vampire Dimitri und Stefan aus Rumänien oder "Dracula 1 und 2", wie sie von Jacob genannt wurden, blieben in Erinnerung. Kaum waren alle "Zeugen" bei den Cullens eingetroffen, ging's schon los. Michael Sheen stellte Aro wieder wunderbar dar. Sein irres Lachen brachte uns trotz der angespannten Situation zum Lachen. Die finale Schlacht war grossartig, unheimlich schnell, brutal und schockierend gefilmt. Wir hatten einige gewaltige Schreckensmomente und bereuten, den vierten Band nicht noch einmal gelesen zu haben, denn was wir da zu sehen bekamen, konnten wir kaum fassen. Zu guter Letzt entpuppte sich aber alles als geschickter Schachzug und wir konnten das folgende Happy End geniessen.
Auch wenn ausser Bella scheinbar alle Rollen im letzten Teil relativ blass blieben und die gross angekündigte Vampir-Sexszene zwischen Bella und Edward ziemlich brav daher kam, wie so mancher Filmkritiker bemängelte, ist Breaking Dawn Teil 2 ein würdiges Finale. 
Gönnen wir Bella doch ihren grossen Auftritt, schliesslich sehnte sich während vier Filmen danach, endlich ein Vampir und damit ihrer grossen Liebe Edward ebenbürtig zu sein. Der letzte Teil ist Bellas Teil, endlich streift sie ihre ewige Unsicherheit ab und darf das sein, was ihr schon immer bestimmt war: Frau, Mutter und Vampir. Kristen Stewarts Darstellung von Bella wie sie das Blut des Freeclimbers wahr nimmt und wie sie sich anschliessend auf den Berglöwen stürzt, ist richtig toll. Wir hätten gerne mehr von den Wölfen und Jacob gesehen, aber eben, Breaking Dawn Part 2 ist und bleibt Bellas Film, es ist ihr Happy End mit ihrer grossen Liebe Edward.
Für den Abspann wurden noch einmal alle Schauspieler mit wichtigen Rollen aus jedem der fünf Filme mit Bild und Namen eingeblendet, was unheimlich rührend war und bewies, dass die Twilight Saga mehr als nur eine Filmreihe war. 


by Désirée Lynch

Kommentare:

  1. wieso steht auf dem Plakat 11.16.12 , wäre ja interessant wenn das Jahr aus 16 Monaten bestehen würde xD.
    Ich lass euch liebe Grüße aus Österreich da. Ich lese soo gern euren Blogg :-)

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  2. Hey, ja, das ist wohl die englische Schreibweise eines Datums. Da kommt der Montat vor dem Tag. Wobei, 16 Monate wären auch nicht schlecht, dann hätte man bestimmt noch mehr Ferien.^^ Liebe Grüsse aus der Schweiz nach Österreich!

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  3. Oh wie cool, wusste ich gar nicht dass es die englische Schreibweise ist ^.^", dann macht es natürlich wieder Sinn :-P
    Grüßchen

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