Sonntag, 19. Februar 2012

War Horse - They had no choice

Mit Tränen in den Augen und einem Druck auf der Brust gingen wir gestern aus dem Kino. So heftig hatten wir schon lange nicht mehr während eines Hollywoodfilms geweint. Wir hatten uns Gefährten von Stephen Spielberg angesehen.
Stephen Spielberg verfilmte nicht einfach nur Michale Morpurgos Jugenbuch über die tiefe und lebenslange Freundschaft zwischen dem jungen Mann Albert und seinem geliebten Pferd Joey, er muss die Geschichte absorbiert haben. Nachdem er den Roman gelesen hatte, sah er sich das Bühnenstück dazu im Londoner National Theater an und war zu Tränen gerührt. Spielberg, der viele erfolgreiche Filme über den Zweiten Weltkrieg wie zum Beispiel " Der Soldat James Ryan" oder TV-Miniserien wie "Wir waren wie Brüder" und "The Pacific" produziert hatte, behandelte nun ein in Amerika fast unbekanntes Thema: den Ersten Weltkrieg und erschuf diesen atemberaubenden, bildgewaltigen und berührenden Film. Seine brillianteste Idee war die beiden komplett verschiedenen Seiten des Inhalts visuell von einander zu trennen und dennoch eine  Einheit zu formen. Auf der einen Seite gibt es da diese tiefe Freundschaft, die so stark ist, dass sie einen ganzen Krieg überdauert und auf der anderen den Horror, den Männer und Pferde im Ersten Weltkrieg zu ertragen hatten. Alle Szenen, die die guten Momente in Joeys Leben mit Albert oder Emily porträtieren sind in helle und wunderschöne Farben getaucht, als optischen Kontrast dazu wurden die Kriegsszenen so düster, grau und leblos gezeigt wie sie es verdienen.

Wir lieben Pferde, das war unsere Motivation, diesen Film zu sehen und natürlich hatten wir im Vorfeld den Roman gelesen. Wir waren so gespannt wie die aus der Sicht von Joey erzählte Geschichte für's Kino umgeschrieben worden war.Wir wurden nicht enttäuscht. Diese Pferde waren wunderschön, anbetungswürdig und dazu unglaubliche Schauspieler. Vermutlich war es die grossartige Mischung zwischen Spielbergs genialer Kameraführung und wunderbar trainierten Filmpferden. Obwohl Joey und Topthorn nicht miteinander sprechen konnten, hatten sie dennoch richtige Dialoge.
Was für ein elendes Leben all diese Kriegspferde doch während des Ersten Weltkrieges hatten und unglücklicherweise war das nicht Fiktion. Beinahe 10 Millionen Pferde starben zwischen 1914 und 1918. Wenn ein Pferd nicht auf dem Schlachtfeld umgekommen war, musste es gigantische Kanonen ziehen, bis es vor Erschöpfung und Unterernährung starb. Pferde hatten keine Chance, sie wurden auf dem Altar grausamer Absurdität geopfert.
Horses have to pull huge and heavy canons
In Gefährten präsentiert uns Stephen Spielberg klaustrophobische Situationen während des Ersten Weltkrieges. Wie junge Soldaten, beinahe verrückt vor Angst, im Schützengraben auf das Signal zum Kampf warten. Wie ein Soldat dazu gezwungen wird, jeden Kameraden zu töten, der sich weigert, wieder auf's Schlachtfeld zurückzukehren, wie Männer gegen einen Feind kämpfen mussten, den sie nicht einmal kannten, wie unmenschlich, kalt und gefühllos der Krieg die Menschen machte. Aber Spielberg zeigt auch wie kindlich und menschlich einige der Soldaten blieben, wie glücklich und hoffnungsvoll sie waren, in Anbetracht eines überlebenden Pferdes. Wie sich Feinde verbündeten, um ein verletztes Pferd zu befreien. Wir können gar nicht alle Szenen des Filmes erwähnen, die uns bewegt und beeindruckt haben, es sind einfach zu viele. Ihr müsst euch Gefährten einfach selber ansehen.
Kritische Stimmen wurden laut, dass Stephen Spielberg die Chance auf einen guten Film über den Ersten Weltkrieg verpasst hat, indem er sich in der sinnlosen Reise eines Wunderpferdes verlor. Das stimmt einfach nicht. Stephen Spielberg gelang es ein lange fälliges, filmisches Denkmal für all die tapferen Pferde zu errichten, die ihr Leben in jenem Krieg geben mussten. Gefährten ist ein Film, den man sich mit einem 10-jährigen Kind ansehen kann, weil man weder Blut noch abgehackte Gliedmassen sieht und dennoch zeigt er die Grausamkeit des Krieges in all seinen Ausmassen. Natürlich gibt es viele Szenen mit Pferden, schliesslich IST es die Geschichte eines Pferdes, eines tapferen, intelligenten und majästetischen Exemplars, das einen Krieg überlebt hat, der so vielen Menschen und Pferden das Leben gekostet hatte.
Wir sagen: "Und der Oscar für den besten Film geht an...Stephen Spielberg für Gefährten." Denn dieser Film ist ein wahres Meisterwerk und absolut sehenswert.
With tears in our eyes and a pressure on the breast we left the cinema last night. It has been a long time since a Hollywood movie has made us cry that much. We had watched Stephen Spielberg's War Horse. 
Stephen Spielberg didn't just turn Michael Morprurgo's novel about the deep and lifelong friendship betweeen the young man Albert and his beloved horse Joey into a movie, he must have absorbed the story. After having read the book, he went to see the stage play of War Horse at London's National Theatre and was moved to tears. Having produced many successful movies about World War 2 like for example " Saving Private Ryan" and TV mini series like "Band of Brothers" and "The Pacific" he worked on this in America almost unknown subject: World War 1 and succeded in creating a breathtaking, visually stunning and touching movie. The most brilliant idea of him was to separate visually the two completely different sides of the plot and  still form a complete whole. One one side there is this deep friendship and on the other the horror that men and horses had to endure in World War 1. All scenes that portrait good moments of Joey's life with Albert or with Emily are bathed in bright and beautiful colours, as optical contrast war scenes are shown as  darkly, grey and lifeless as they deserve to be.
We love horses that was our motivation to watch the movie and of course we had read the novel before. We were so excited to see how this story that has been told from Joey's point of view got rewritten for cinema and we weren't disappointed. These horses were beautiful, adoring and amazing actors. Maybe it was the great combination of Spielberg's genious camera work and wonderful trained movie-horses. Even though Joey and Topthorn couldn't talk they had real dialogues. What a miserable life all these war horses had during World War 1 and unfortunately that was not fictional. Almost 10 millions of horses died between 1914 and 1918. If a horse didn't die on the battlefied, it had to pull huge canons until it died of exhaustion and malnurtrition. Horses had no choice, they got sacrificed on the altar of cruel absurdity.
In War Horse Stephen Spielberg presents us claustrophobic situations during World War 1. How young soldiers almost demented with fear sat in the trench waiting for the signal to enter the battlefield. How one soldier got forced to kill every comrade who refuses to return to the battle, how men had to fight against an enemy they didn't even know, how inhuman, cold and emotionless men became. But Spielberg also shows how childlike and human some of the soldiers remained, how happy and hopeful they were face to face with a surviving horse. How enemies teamed up to save an injured horse. We can't mention all scenes that have moved and impressed us, there are too many. Just go and watch War Horse by yourself.
Monument  in London
Critical voices have been raised that Stephen Spielberg had missed the chance to create a good movie  about World War 1 by losing himself in the sensless journey of a miracle horse. . That is so not true. Stephen Spielberg succeded in erecting a long overdue cinematic monument to all these brave horses who had to give their lives in this war. It is a movie that you can watch with 10-year-old children because you neither see blood nor any cut off extremities, and still it shows the cruelty of war in all its extents. Of course there are many scenes with horses, at least it IS the story of a horse, of a brave, intelligent and majestic one that survived a war that took away so many peoples and horses lifes.
We say: " And the Oscar for the best movie goes to...Stephen Spielberg for War Horse. This movie is a masterpiece and absolute worth to be watched.

by Döid

Kommentare:

  1. klingt nach einem wunderbaren Film
    der 1. Weltkrieg war wirklich sehr schlimm.

    in der Schule haben wir den Film "Merry Christmas" gesehen, der auch im 1. Weltkrieg spielt. Franzosen und Deutsche feierten auf dem Schlachtfeld zusammen Heiligabend und mussten am 1. Feiertag wieder aufeinander schießen. (das war an einem Schauplatz wirklich so geschehen) sehr bewegend...

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  2. Den Film muss ich mir auch noch unbedingt ansehen!!

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