Donnerstag, 9. Februar 2012

Nolwenn Leroy - La voix bretonne

Vielleicht ist euch auf Pro7 auch schon die Werbung zu Nolwenn Leroy's Album "Bretonne" aufgefallen. Für Charlene und mich war es als ob wir eine liebe Freundin nach Jahren wiedersehen. Im Jahr 2002 hatten wir beide eine unheimlich francophone Phase, ausgelöst durch die wunderschönen französischen Musicals Notre Dame de Paris und Roméo et Juliette. Jeden Abend um viertel nach Sieben sassen wir vor dem Fernseher und sahen uns Star Academy auf TF1 an. Star Academy war eine Mischung aus Big Brother und DSDS. Verschiedene Talente aus dem französischen Sprachraum lebten zusammen in einer Art Villa, wo sie jeden Tag Tanz-, Gesangs-, Schauspiel- und Sportunterricht hatten. Immer am Samstag um 20.00 Uhr gab es dann die grosse Prime, wo alle zeigen mussten, was für Fortschritte sie gemacht hatten. Jede Woche wurden drei Teilnehmer von der Jury, bestehend aus den Lehrern, nominiert, für die die Zuschauer dann während der grossen Show anrufen konnten. Wir liebten die Star Academy und wären am liebsten selbst dort gewesen. Nolwenn war Kandidatin dieser Show und sie war einfach anders als alle anderen.

Sie war eine klassische Schönheit, hellhäutig, dunkelhaarig, schlank, ziemlich gross und hatte deshalb vermutlich diese schlechte Haltung. Ausserdem fiel sie durch ihr perfektes Englisch auf, das sie in einem Sprachaufenthalt in den USA erworben hatte. Nolwenn wirkte immer ein bisschen ernst und traurig, aber wenn sie zu singen begann, dann war man einfach baff. Sie hatte diese wunderschöne warme, dunkel gefärbte Stimme, die zu jeder Art von Song passte. Ob Pop Songs oder französische Chansons, auch klassische Opernstücke meisterte sie, da sie vor der Star Ac' schon zwei Jahre Gesangsunterricht gehabt hatte. Nolwenn ging als Siegerin der zweiten Staffel hervor und feierte Erfolge mit ihrem Debutalbum "Cassé".  Dann kamen wir in unsere Bollywood-Phase und wir verloren Nolwenn aus den Augen.
Jetzt ist sie zurück und hat sich in eine Richtung entwickelt, die uns unglaublich gut gefällt. Geboren in der Bretagne hat sie ihr 2010 erschienenes Album "Bretonne" genannt. Es beinhaltet bretonische, irische, englische und sogar gälische Stücke. Ihre melancholische Art und ihre reine, klare Stimme passen wundervoll zu dieser Musik. Wie schön, dass sie nach mittlerweile fast 800'000 verkauften Alben in Frankreich, jetzt auch in Deutschland berühmt wird. Für uns ist Nolwenn wie eine Schwester im Geiste und wir freuen uns riesig für sie.

Hier findet ihr den Clip zum herrlich melancholischen Lied Mna Na Heireann (Women of Ireland)



by Désirée Lynch

Kommentare:

  1. Die Musikeinspielungen die auf ProSieben laufen gefallen mir sehr von ihr, müsste mich mal in das Album reinhören.
    Ich mag insgesamt sehr gerne Musik mit Folkelementen und daher ist mir natürlich die Werbung sofort aufgefallen. :)

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  2. Hey Keiju, ja, wir lieben diese Art von Musik auch total. Das Album "Bretonne" ist wunderschön, hat auch französisch und englisch gesungene Lieder. Ausserdem ist der Song "Mna na heireann" die Titelmusik zum TV-Event "Die Rache der Wanderhure" mit Alexandra Neldel.

    Liebe Grüsse Désirée

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  3. "Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar..." bla bla :(
    traurig !
    aber sie ist wirklich wunderschön !

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