Samstag, 14. Januar 2012

Rezension: Jodi Picoult's "Und dennoch ist es Liebe"

In "Und dennoch ist es Liebe" erzählt Jodi Picoult die Geschichte von Paige O'Toole, einer sensiblen, nicht gerade selbstbewussten und künstlerisch begabten, jungen Frau. Ihre Mutter verliess sie im Alter von fünf Jahren und seither wurde sie von ihrem Vater liebevoll aufgezogen. Ohne ein weibliches Vorbild konnte Paige nicht lernen, sich selbst genug zu lieben und ist ständig auf der Suche nach jemandem, den sie bewundern kann. Mit achzehn Jahren hat sie eine Abtreibung, denn sie ist sicher, dass sie nicht bereit ist für ein Baby. Nach dieser schmerzlichen Erfahrung verlässt Paige ihr zu Hause, um in einer grösseren Stadt Kunst zu studieren. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitet sie als Kellnerin und verliebt sich auf den ersten Blick in ihren zukünftigen Ehemann, den Medizinstudenten Nicholas Presgott. Wieder hat Paige jemanden gefunden, dem sie ihr ganzes Leben weihen kann. Sie hilft ihm dabei, sein Studium zu finanzieren und bemerkt nicht wie sie ihre eigene Identität verliert und als sie schwanger wird, stürzt sie das in tiefe Verzweiflung. Wie kann sie eine gute Mutter sein, wenn sie doch selbst keine hatte? Als ihr Sohn Max geboren wird, ist sie komplett überfordert mit der Situation. Nicholas kann ihr nicht helfen, denn er ist den ganzen Tag über im Krankenhaus, um seinen Traum, Chefkardiologe zu werden, zu verwirklichen. Paige hat sich selbst verloren und ist nicht fähig, ihr Kind genug zu lieben. Eines Tages als Max einen Unfall zu Hause hat, kann Paige nicht mit der Situation umgehen und flüchtet vor der Annahme, dass sie ihre Kinder entweder umbringt oder verletzt. Sie muss ihre Mutter finden, um die Antworten auf ihr Leben zu finden. Das ist die einzige Chance, sich selbst und ihre Familie zu retten.
Jodi Picoult beschreibt mal aus der Sicht von Paige, mal aus Nicholas' die Geschichte einer jungen Frau, auf der Suche nach sich selbst. Ich liebe Jodi Picoults Bücher, weil sie so dermassen realistisch sind, dass man machmal innehalten muss, um über das Gelesene nachzudenken. Natürlich sind auch wieder Fantasyelemente in die Handlung hineingewoben. Dieses Mal ist es Paiges Gabe. Sie versteht es, Portraits von Menschen zu malen, die gut gehütete Geheimnisse und seelische Wunden enthüllen. Bei Jodi Picoult werden die Protagonisten nie bewertet oder sogar abgewertet. Sie gibt ihnen einfach eine Stimme und uns die Möglichkeit sie zu verstehen, indem wir über ihre Träume und Ängste lesen.

In "Harvesting the heart" Jodi Picoult tells the story of Paige O'Toole, a sensitive, not self-confident and artistically gifted young woman. Her mother has left her at the age of five and since then she has been raised affectionately by her father. Without a female role model Paige has not learnt to love herself enough and is always looking for someone she can adore. At the age of eighteen being sure of not being ready for a baby she has an abortion. After this painful experience Paige leaves home to study art in a new town. To make her living she works as a waitress and falls in love at first sight with her future husband, the medecine student Nicholas Prescott. Again Paige has found someone she can consecrate her life to. Helping to finance his studies she doesn't realize how she loses her identity and when she gets pregnant she plunges into deep despair. How can she be a good mother without having had one? When her son Max is born she's completely overstrained with the situation. Nicholas can't help her because he's in hospital the whole day to turn his dream of being first cardiologist. Paige has lost herself and is not able to love her child enough. One day when Max has an accident at home, Paige can't handle the situation anymore and flees from the assumption that she either kills or harms her children. She has to find her mother to get the answers to her life. That's the only chance to safe herself and her family.
Jodi Picoult describes either from Paiges or Nicholas point of view, the sory of great love. I love Jodi Picoults books because they are that much realistic that you sometimes have to stop and think about what you've just read. As usual there are fantasy elements interwoven into the plot. This time it's Paiges gift, she is able to draw portraits of people that reveal well kept secrets and traumas. Jodi Picoult never values or devalues her protagonists. She just gives them a voice and gives us the possibility to understand  them by reading about their dreams and fears.

by Désirée Lynch

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