Donnerstag, 19. Januar 2012

Rezension: Jodi Picoult's "Das Herz ihrer Tochter"

June Nealon ist eine Frau, die schon viel Schlimmes durchmachen musste. 1996 hatte sie ihren ersten Ehemann Jack in einem Autounfall verloren. Sie und ihre zweijährige Tochter Elizabeth hatten überlebt. Kurt Nealon, einer der Polizisten vor Ort wurde ihr zweiter Ehemann. Fünf Jahre später als sie mit ihrem ersten gemeinsamen Kind schwanger war, wurden Kurt und Elizabeth von Shay Bourne, einem Zimmermann, der gerade bei ihnen im Haus arbeitete erschossen.
2007 soll Shay Bourne exekutiert werden, aber er ist seit 69 Jahren der erste Todeskandidat und so muss erst noch ein Raum für die Durchführung der Exekution gebaut werden. Als er erfährt, dass Claire, June Nealons siebenjährige Tochter dringend ein neues Herz braucht, beschliesst er, seines zu spenden. Für ihn scheint es die einzige Möglichkeit für eine Erlösung zu sein. Unglücklicherweise ist das bei einer tödlichen Injektion als Exekutionsform, medizinisch unmöglich. Der junge katholische Priester Michael Wright wird Shays Seelsorger und versucht ihn davon zu überzeugen, dass eine Organspende nichts mit Erlösung zu tun hat. Aber dann beginnt Shay Bourne im Beisein von Wärtern, Mitinsassen und Vater Michel selbst Wunde zu wirken. Überdies zitiert Shay Bourne, der kaum lesen und schreiben kann, aus dem lange Zeit verschollenen Thomasevangelium, das immer noch als Ketzerei gilt. Kann es sein, dass dieser 33-jährige Zimmermann, ein verurteilter Doppelmörder, der lange ersehnte Messias ist?
Ich hätte nie erwartet, dass dieses Buch von einem meiner Lieblingsthemen handeln würde. Ich dachte, es würde in erster Linie ein Familiendrama sein, aber dieses Buch vereint alles. Jodi Picoult ist es gelungen, Themen wie Todesstrafe, Organspende, die verborgene Gefahr blinden Glaubens an Religion und das menschliche Bedürfnis nach Wundern zu vereinen. Jodi Picoult zeigt, dass wenn Jesus auf die Erde zurückkehren würde, vermutlich von seinen glühendsten Anhängern  nicht erkannt werden würde. Glaube hat nichts mit Religion zu tun. Religion ist immer noch ein Mittel, Menschen zu unterdrücken und sie an die Institution "Kirche" zu binden. Ich befürchte, dass sowohl Religion als auch Kirche für jene da sind, die nicht fähig sind zu glauben. Ich liebte es, dass meine Vermutungen z.B. über die Rolle von Kurt Nealon, am Ende bestätigt wurden. Es ist  toll sich so zu fühlen, als ob man eine Fall gelöst hat.
Jodi Picoult wird meine Erwartungen nie enttäuschen, sie steht einfach für Qualität. Ihre Geschichten beschleunigen meinen Herzschlag und versetzen mich in einen regelrechten Leserausch. Ich muss immer wieder betonen wie sehr ich sie bewundere.
Glenn Carter als Jesus im Musical "Jesus Christ Superstar"
June Nealon is a wife who had to go through hard times. In 1996 she had lost her first husband Jack in a car accident. She and her two-year old daughter Elizabeth had survived. Kurt Nealon, one of the police officers on site, became her second husband. Five years later, when she was  pregnant with their first common child, Kurt and Elizabeth got shot by Shay Bourne, the carpenter who was working on their house.
In 2007 Shay Bourne should get executed but he's the first death row prisoner in 69 years and so a room for death penalty has to be built. When he gets to know that Claire, June Nealons seven-year old daughter needs desperately a new heart, he decides to donate his. For him it is the only way to get redemption. Unfortunately with lethal injection as his form of execution, this is medically impossible. The young catholic priest Michael Wright becomes Shay's spiritual advisor and tries to convince him that donation has nothing to do with redemption. But then Shay starts performing miracles in presence of officers, fellow inmates and father Michael himself. Moreover Shay Bourne who can hardly read or write quotes from the long time missed gospel of Thomas that is still considered heresy.  Is it possible that this 33-year old carpenter, a convicted double-murderer is the messiah we all are waiting for?

I had never ever expected this book to deal with one of my favourite topics. I thought it would be first or all a family drama but this book united everything. Jodi Picoult succeeded in picking up the topics death penalty, donation, the hidden danger of blindly in religion, the human need of miracles. Jodi Picoult shows that if Jesus returned to earth, he'd possibely wouldn't be recognized by his most fervent followers. Faith has absolutely nothing to do with religion. Religion is still a medium to suppress people. to bound them to the institution of church. I fear that religion and church are there for those who are not able to believe.
I loved that in the end my presumptions for example about the role of Kurt Nealon got confirmed. It's wonderful to feel like having sold a case. Her stories always raise my heartbeat and put me in a sheer reading-intoxication. Jodi Picoult will never disappoint my expectation, she stands for quality. I just keep on emphazising how much I adore her.
by Désirée Lynch

Kommentare:

  1. klingt ja wirklich interessant. von allein wäre ich wohl nie auf dieses Buch gekommen =)

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  2. Thank you for your lovely comment Charlene!
    xx

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  3. klingt total interessant! Danke für die Vorstellung, das werde ich mir mal zulegen =)

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