Samstag, 15. Oktober 2011

Rezension: Janika Nowaks "Das Lied der Banshee"

Die siebzehnjährige Aileen führt ein ziemlich normales Leben. Sie macht eine Lehre zur Tischlerin und schwärmt heimlich für den ehemaligen Lehrling Thomas, mit dem sie ab und zu auf Konzerte geht. Aileens Mutter war bei deren Geburt gestorben und ihr Vater wurde durch diesen Verlust zum Alkoholiker. Seit einem Jahr wohnt sie mit ihrer besten Freundin Bettina in einem Wohnheim für Auszubildende, da sie es zu Hause einfach nicht mehr ausgehalten hat. Ein ziemlich normales Leben, wenn da nicht ihre immer heller werdenden Haare und Augen wären. Ausserdem begegnet sie auf einmal allerhand seltsamen Menschen und wird nach einem Konzertbesuch sogar von zwei brutalen Kerlen zusammengeschlagen. Sie stösst instinktiv einen seltsamen Schrei aus und rettet dadurch ihr Leben. Unheimlicherweise verheilen ihre Wunden auch ungewöhnlich schnell, sodass ihr die Polizei die Geschichte mit dem Überfall gar nicht glaubt. Was ist nur los? Die Reihe der seltsamen Ereignisse bricht nicht ab. Der geheimnisvolle Macius, den sie nach dem Überfall kennengelernt hat, scheint mehr zu wissen. Zu ihm flüchtet Aileen mit Thomas auch nachdem ihr Wohnheim von riesigen Harpyien angegriffen und mehrere Auszubildende, darunter auch Bettina, getötet wurden. Macius erklärt Aileen, dass sie in Wahrheit eine Banshee, eine irische Todesfee, ist. Aileen ist vermutlich sogar die letzte ihrer Art. Aileen und Thomas erfahren, dass Magie enger mit der Wirklichkeit verwoben ist, als sie jemals hätten ahnen können. Gemeinsam mit Macius, der in Wirklichkeit ein Wassermann ist und wie Aileen zu den Götterkindern gehört, Pheme, einer Sirene und Aki, einer Oni-Dämonin und Thomas muss Aileen sich ihren Feinden stellen, die alle Götterkinder zu vernichten versuchen. Werden sich Aileen und Thomas näher kommen, oder verliebt sie sich in Macius, zu dem sie sich ebenfalls hingezogen fühlt? Und wird Aileen sich und die anderen Götterkinder vor dem Untergang bewahren können?

"Das Lied der Banshee" ist Janika Nowaks erster Fantasy-Roman und ein ziemlich gelungener dazu. Die Geschichte ist spannend erzählt, mit genau der richtigen Menge Romantik angereichert und auch die seit Twilight für Fantasy-Romane typische Dreiecksgeschichte fehlt nicht. Man merkt, dass sich Janika Nowack schon seit ihrer Kindheit für Mythologie interessiert und ein wirklich grosses Wissen über die europäische und asiatische Sagenwelt besitzt. Die wunderschönen Bilder in diesem Buch stammen von Nina Nowacki und passen ganz wunderbar zur Geschichte. Das einzige, was mir persönlich an diesem Buch nicht so gut gefällt, ist der manchmal sehr saloppe Schreibstil. Von der Wortwahl her fühlte ich mich ziemlich an P.C. Cast's Roman "Tales of Partholon 1 - Ausersehen" erinnert. Mir gefallen Bücher mit einer schönen Sprache einfach besser, aber ich kann dieses Buch all jenen empfehlen, denen P.C. und Kristin Cast's Reihe"House of Night" gefällt und die die Zeit bis zum 11. November überbrücken möchten. Zur Zeit schreibt Janika Nowack an einer Fortsetzung und vermutlich werde ich den zweiten Band der Geschichte um Aileen dennoch lesen, weil ich einfach wissen muss, ob sie sich irgendwann doch für den Wassermann Macius entscheidet.

by Désirée Lynch

Kommentare:

  1. Lovely book! I'd like to read it! :)

    AntwortenLöschen
  2. Dein header ist wunderschön ♥ Wie gehts dir so ? (;

    AntwortenLöschen
  3. Mir geht's super und euch hoffentlich auch. Liebe Grüsse Désirée

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...