Samstag, 30. Juli 2011

Rezension - Emma by Maria Barbal

Es gibt Bücher, die ziehen einen von Anfang an in ihren Bann, obwohl man das gar nicht wirklich will, weil man die Protagonistin unsympatisch findet. Am liebsten würde man es zuklappen und etwas suchen, mit dem man sich so richtig identifizieren kann, aber es fesselt einen doch so sehr, dass man es nicht aus der Hand legen kann. So erging es mir mit "Emma" von Maria Barbal.
Die ganze Geschichte ist in Form eines Briefes verfasst. Emma schreibt an ihre Tochter Angels, um sie um Verzeihung zu bitten und um ihr zu erklären, warum sie diesen einen grossen Fehler begangen hat. Aber der Brief soll Angels nie erreichen, denn er ist eher eine Art Tagebuch, geschrieben auf die Seiten eines Collegeblocks.
Emma ist einerseits Emma, die gelangweilte Ehefrau eines aufstrebenden Politikers in Barcelona, die ihre Tage mit Shopping verbringt und Emma ist Emma Désirée, die schöne, anziehende und sympatische Fremdenführerin. Aber Emma Désirée existiert nur in ihrer Fantasie, sie ist eine bessere Version ihrer selbst, eine Frau, wie Emma sie gerne sein möchte. Emma Désirée lässt Emma spontan handeln und ihren Gefühlen folgen, so auch, als sie beschliesst mit Denis, dem Mann ihrer Träume, nach Marseille zu reisen und
Ehemann und Tochter zu verlassen, ohne sich Gedanken über die Konsequenzen zu machen.
Wie so oft entwickelt sich alles anders als erwartet, denn die Wirklichkeit hat meist nur sehr wenig mit unseren Träumen gemein. So landet Emma auf den Strassen Barcelonas, wo sie ein neues Leben beginnt und Erfahrungen macht, die keiner von uns würde machen wollen. Der Kontakt zu ihrer Tochter Angels wird ihr verwehrt und auch der Rest der Familie will nichts mehr von ihr wissen, bis ein schwerer "Unfall" alles  ändert. Emma beginnt sich und das Leben neu zu entdecken.
Wie bereits gesagt, ich kann Emmas Entscheidungen nicht nachvollziehen und mich deshalb auch nicht richtig in sie hineinversetzen. Dennoch schreibt Maria Barbal so stilsicher und fesselnd und weiss die Spannung so gekonnt zu steigern, dass man einfach weiterlesen muss. Ausserdem mag ich Geschichten über Menschen, die etwas anders sind und Emma IST anders und geht ihren eigenen Weg.
Ein Lesespass der besonderen Art. Ich würde es jetzt nicht als neues Lieblingsbuch bezeichnen, aber lesenswert ist es allemal.

There are books putting a spell on you from the first page on, although you don't like the main character. You'd like to close it and search for another book with whom you can absolutely identify, but it's still too exciting to lay it aside. "Emma" by Maria Barbal is such a book.
The whole story is written like a letter. Emma is writing to her daughter Angels to apolagize to her and explain why she did this big mistake. But this letter will never reach  Angels, because it's more a kind of diary, written on the sides of an old college block.
On the one side Emma is Emma, the bored wife of a thrusting politician in Barcelona, filling her days with shopping and on the other side, Emma is Emma Désirée, a beautiful, attracting and likeable city guide. But Emma Désirée just exists in her imagination, she's something like a better version of Emma, a woman, Emma would love to be. Emma Désirée lets Emma act spontaneously and follow her feelings, like she's doing when she decides to go to Marseille with Denis, the man of her dreams, and leaves her husband and her little daughter without thinking about the consequences.
But how many times everything is going to be so much differt in reality than in our dreams. Emma ends up on the streets of Barcelona, where she lives a life full of experiences no one of us would like to make. She couldn't get in contact with her daughter because the rest of her familiy doesn't want her any more. But than Emma has an urgent "accident" and everything changes once again. Emma starts to discover her self and live anew.
As I told you, I can't understand Emmas decision and empathize with her. But Maria Barbal has such a captivating style of writing, you can't do anything else than reading on. In addition I like stories about special persons and Emma IS special and goes her own way.
This book is really good. I wouldn't call it my new favorite book, but it's definitely worth reading.

by Charlene Lynch

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...