Mittwoch, 25. Mai 2011

Zwei halbe Leben - Two half lifes

Es ist wirklich ziemlich blöd, wenn man sich ein Buch kauft, weil man die Story toll findet und beim Lesen des ersten Kapitels merkt, dass man die Protagonisten nicht leiden kann... Genau so ging es mir bei "Zwei halbe Leben" von Rebecca Stephan...
Die 24-jährige Sophie und der 26-jährige Maximilian begegnen sich in Frankfurt im Jahre 1944. Soeben hat eine Bombe in dem Gebäude, in dem sich beide befinden eingeschlagen. Die beiden bemerken in völliger Dunkelheit, dass es ausser ihnen niemand gibt und sie miteinander unbedingt einen Weg nach draussen finden müssen. Ein verzweifelter Überlebenskampf beginnt. Als sie eine gefundene Kerze anzünden, sehen sie sich zum 1. Mal... In diesem Augenblick wissen beide, dass nichts mehr jemals wieder so sein wird, wie es einmal war. Beide wissen, dass sie für einander bestimmt sind, doch ihnen ist auch bewusst, dass sie (noch) nicht zusammen sein können, da beide verheiratet sind und Kinder haben, die sie nicht im Stich lassen können.
So treffen sie eine folgenschwere Abmachung: Einmal im Jahr, an einem bestimmten Tag, werden sie für fünf Minuten an einem vereinbarten Treffpunkt auf den anderen warten. Sollten sie sich dort begegnen, werden sie es tun: ihr Leben ändern, zusammen sein. Das Schicksal soll darüber entscheiden, ob sie glücklich werden dürfen...
Nachdem ich meine Antipathie für die zickige, besserwisserische Sophie und den treudoofen Maximilian überwunden hatte, zog mich die Geschichte so richtig in ihren Bann. Auf sehr bildliche Art und Weise wird der Alltag in der Nachkriegszeit beschrieben, ebenso wie die beiden "halben" Leben des reichen Maximilian, der in einer Welt lebt, in der Geldgier und Familienehre über Gefühle triumphieren, und der armen Sophie, die tagtäglich Ihren alkoholsüchtigen, gewalttätigen Ehemann ertragen und ihre beiden Kinder durchbringen muss... Ihre DREI Kinder, da ist ja noch die kleine Greta, die nicht den selben Vater, wie die anderen beiden Kinder hat...
Ich habe selten so eine tragische und irgendwie doch so hoffnungsvolle Liebesgeschichte gelesen. Wie grausam das Schicksal manchmal sein kann... Wie dumm der Mensch manchmal sein kann, sein Schicksal nicht selbst in die Hand zu nehmen... Ich war gefesselt bis zum unerwarteten Schluss... Ich und konnte, obwohl ich gerade am Bahnhof sass, meine Tränen nicht unterdrücken...
Falls ihr ein gutes Buch sucht, dass ihr auch gut nebenbei lesen könnt und euch in eine Welt wahrer, unsterblicher Liebe entführt, dann ist "Zwei halbe Leben" genau das richtige für euch. Im Weltbild kriegt ihr den super-praktischen Reader für nur CHF 19.90.


It's really stupid to buy a book with a great story and then while reading you realize that you you dislike the two main characters... That's the way I felt while reading the first chapture of "Two half lifes" (I don't know the original englisch title) by Rebecca Stephan.
The 24-years old Sophie and the 26-years old Maximilian meet each other in Frankfurt in the year 1944. After a bomb blast, the find each other in a filled up room. In complete darkness, they have to realize that there's nobody else and they have to find a way out these ruins. They find a candle and light it... Then they see each other for the first t ime... They know at first sight, that nothing will ever be the same. Both of them know without any doubts that they are made for each other, but they also know, that they can't be together, not yet...Both are married and have children they can't leave. So they make a far-reaching deal: Once-a-year, on a given day, they will wait for exactely five minutes at a agreed location. Just five minutes... Should they meet, they will do it: change their lifes and be together... It will me destiny...
After fighting back my antipathy for the know-it-all and touchy Sophie and the gullible Maximilian, I was captivatet by this story. In a very visual way Rebecca Stephan describes the everyday-life of the post-war-periode, as well as the two "half" lifes of the wealthy Maximilian, who lives in a world full of greed and family honor and the poor Sophie bearing her dipsomaniac, violent husband and trying to get her both children through... THREE children, there's the little Greta as well... She doesn't have the same father as the other children...
I've seldom read such a tragic but in a way hopefull lovestory. How cruel destiny can be... How stupid people can be, not choosing their own destiny... I was spellbound until the unexpected end... I couldn't hold back my tears although I was sitting at the railway station...
If your're looking for a good book you could read by the way and that leads you into a world of true, neverending love, than this book is perfect for you. In Weltbild you can get it in a practical Reader-version for just CHF 19.90.

by Charlene Lynch

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...